ITH – kleine Geldbörse in Jeans und für mich im Piratenlook

Heute war es dringend notwendig das ich mir was Gutes tue.
Somit habe ich dann mal zwei kleine Geldbörsen genäht.

Die Jeanstasche steht zum verschenken. Ob die Person das mag muss ich morgen allerdings erst einmal bei einer Bekannten nachfragen.

Und die zweite passt natürlich nicht zufällig zu meiner „Piratenecke“.

Damit geht mein Sonntag zu Ende und ich wünsche uns einen guten Wochenbeginn.

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Nähmalerei oder Freihandsticken? – Wie geht das eigentlich?

Hallo ihr Lieben.

Ich bin bekennender Freihandsticker (und Stoffsüchti) und möchte euch hiermit diese Sache, die mich so begeistert, etwas näher bringen.

Doch was hat es eigentlich mit der Freihandstickerei und der Nähmalerei auf sich?
Ist das beides das selbe?
Kann ich das auch, oder brauche ich dazu eine teure Spezialmaschine?

Im ersten Video zeige ich euch anhand einiger Beispiele wo die Unterschiede sind.

Im zweiten Teil, nähmale ich eine kleines krummes Blümchen.

Der dritte Teil zeigt, neben einem Buchstaben und einem krummen Herzchen, eine weitere Alternative der Arbeit in der Nähmalerei.

Es tut mir leid das es so unprofessionell gemacht ist, hoffe jedoch das euch die prinzipielle Arbeitsweise damit etwas klarer wurde und ihr euch auch mal an dieser wunderbaren Kunst versuchen mögt.

Viel Spaß bei eurem Hobby wünschend,
der Micha

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Kleine Geldbörse und ein Kissen zum Geschenk

Zum Geburtstag einer meiner Exen, habe ich mich heute an ein Kissen und eine kleine Geldbörse aus den selben Geweben gemacht.

Wie beim letzten Projekt beschlossen, nähe ich das Gurtband am Reissverschlusbeginn, statt am Ende an. Was ich immer noch nicht hier habe ist Stylefix … ohne ist das sehr knifflig.
Beim letzten Mal ribbelte sich das Grutband im Nachhinein auf, weil ich vergass es zu sichern. Heute habe ich die Enden, vor dem versäubern, mit einem Feuerzeug verschweisst.
Ich hoffe das es nun gut hält.
Wenn nicht, mache ich die zukünftigen Bänder doch wieder aus einem Reststück des Gewebes.

Da das Gewebe zu dünn ist, um es einfach zu nehmen, entschied ich mich dazu jede Seite mit einem einfachen Baumwollgewebe in schwarz zu hinterlegen.
Nun habe ich die Rückseite zweimal 15×15 geschnitten und somit 4 Lagen aufliegen.
Mal schauen ob mein Gedanke rechte Seite nach unten – 2 Lagen Innengewebe – linke Seite nach oben, richtig herum ist wenn ich es wende.

Die Maschine liess ich im Schildkrötengang sticken. Speziell bei dem Übergang am Reissverschluss lies ich sie. mittels Start/Stopp einzeln einstechen. Vorher drehte ich allerdings immer erst am Handrad ob sie gut durchkommt.

So sieht das aus wenn die Stickerei fertig ist.
Es wird dann das gesamte Gebilde aus dem Rahmen gehoben und das Vlies mit dem gestickten Heftrahmen ausgerissen.

Versäubert habe ich dann an der 3300exklusive, mit Overockstich B7 und dem Overlockfuss.
Es ist also doch praktisch wenn man eine Zweitmaschine zuhause hat.

Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis.
Und mache mich nun an das passende Kissen.

Ich bin heute voller Tatendrang und habe nun meinen Zettel für einfaches Kissen mit Hotelverschluss rausgesucht.
Inlettgrösse plus 4cm Nahtzugabe für die Länge und 2cm für die Breite.
Für den Hotelverschluss ein Drittel der Seite.
Das macht zusammen (das Inlett ist 35×35):
35cm oben, 35cm unten, 15cm (aufgerundet) für den Verschluss und 4cm für die Nahtzugabe.
Macht eine Bahn mit einer Länge von 89cm mal 37cm in der Breite.

Als erstes werden die Ausskanten der Länge doppelt auf 1cm Breite umgeschlagen.

Danach steppe ich diese mit einem Geradstich ab, den ich jeweils an der Aussenkanten sichere. Dazu verwende ich an der 3300exklusive das Programm A3, welches automatisch verriegelt.

Nun wird die Länge auf links gelegt, so dass ich eine Bahn von 35cm und dann den Verschluss umschlage.

Hiernach steppe ich die Längsseiten, die auf rechts auf rechts liegen, mit dem Geradstich ab und versäubere danach die Kante mit einem Overlockstich (hier nahm ich B4).
Dann das Ganze auf rechts gewendet und ein Füllkissen rein.
Fertig.

Geht wirklich absolut flott von der Hand und ist ein perfektes Anfängerprojekt.

Meine heutige Ausbeute waren dann 4 Kissen und die kleine Geldbörse, welche als ITH (in the Hoop) eine Stickmaschine voraussetzt.

Beim rechten weißen Kissen hatte ich mich mit dem Zuschnitt vertan, sodass der Hotelverschluss nun an der Seite ist, wenn man es mit der Schrift lesbar hinstellt.
Desweiteren flog mir beim nähen des ersten Kissens, die letzte Titan-Nadel von Madeira um die Ohren. Gottseidank bin ich diesen Nadelmüll nun los.
So langsam gehen auch die Stickgarne von Madeira dem Ende entgegen.
Da sie schon beim durchfädeln reissen, bin ich immer ganz grosszügig beim abschneiden. Je früher der Kram weg ist umso besser.
Einfach so in die Tonne, mag ich sie nicht werfen, da für alles was ich mir kaufe, ein Stück im Kühlschrank fehlen muss.

Eine weitere Verbesserung bei den Kissen wären drei Einzelseiten, statt einer langen Seite gewesen. Also Ober- und Unterseite und Verschluss extra, da man dann auf allen Seiten die Schrift (oder ein anderes Motiv) passend setzen kann.
Wie man sieht, kann man bei einem so einfachen Projekt noch einiges im Umgang mit Maschine, Stiche, Gewebe und Schnittmuster lernen.

Ich hatte jedenfalls einen tollen Tag (obgleich ich nicht mehr dazu kam, die „Reini“ zu machen) und wünsche euch einen ebensolchen Tag an euren Maschinen, mit euren Projekten.

Alles Liebe,
der Micha

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Arbeit am Vergaser, dem Benzinhahn und dem Tachometer

Bei der letzten Bestandsaufnahme hatte ich keine Bilder gemacht, darum vermengen sich in diesem Post die drei bereits ausgeführten Arbeiten.

Wie bereits erwähnt, hielt ich zunächst Benzinsieb und Vergaser für die Ursache des Motoraussetzers (der noch keinen Mucks von sich gibt).
Die Reinigung des Vergasers verlief zwar erfolgreich, war aber nicht notwendig.

Dennoch habe ich nun auch gelernt wie ich das Teil zerlege und reinige.
(Und wieder einmal wäre es von Vorteil gewesen wenn ich einen guten Kompressor hätte … … … eines Tages wird ein „Güde“ bei mir sicherlich einziehen. Wo auch immer ich dann wohnen werde.)

Nachdem ich den Benzinhahn gereinigt und wieder anmontiert hatte, habe ich die Dichtung zum Tank wohl diesesmal richtig (und fest) angeschraubt, so dass ich nicht mehr eine grössere Benzinpfütze auf dem Motor habe.

Ich hoffe das bleibt auch so trocken.
Das Benzin fliesst jedenfalls einwandfrei in und durch den Vergaser.

Da der Zündfunke ausbleibt und ich keinen Polradabzieher habe, begab ich mich an die Arbeit im Cockpit.
Die Tachonadel hat sich hinter den Anschlag geschoben, die Anzeige für Fernlicht und Leerlauf bleibt dunkel. Dadurch brennt mir wohl auch dauernd der Glühfaden im Halogenscheinwerfer durch. Also wurde es Zeit diese Arbeit zu erledigen (mangels Garage, leider nicht im Winter).

Zunächst einmal markierte ich mir die Kabel und Steckplätze.

Danach wechselte ich dann alle Kontaktfahnen und Lampeneinsätze gegen neue.
Die bisherigen sind total krumm und schief und verbogen … keine Ahnung was damit gemacht wurde. Da hatte wohl jemand zuviel Vodka als er versuchte eine Lampe zu wechseln.
und natürlich kam auch wieder etwas neues Unerwartetes dazu.
Wie konnte es auch anders sein? sad
Die Halterung war oben heraus gebrochen und die Dichtung  war ebenfalls gebrochen, weil sie alt und knochenhart ist. Eine neue Dichtung habe ich nicht da. Das muss so gehen.

Da ich die Ersatzteile schon lange hier liegen hatte, konnte ich die Zeit also gut nutzen. Sieht zumindest optisch wenigstens gut aus.
Glücklicherweise hatte ich die 2Watt Glühbirnen „leider“ doppelt bestellt hier liegen.
Wie sich heraus stellte, ist eine Bestellung falsch und nun habe ich ein paar, etwas breitere (nirgendwo passende) 2Watt Leuchtmittel hier liegen.
Für das Cockpit reicht der Vorrat gerade noch. Eine habe ich nun noch in Reserve. Also keine Experimente. ;)

Nachdem das erledigt war, ging ich an den Tacho.
Der war leichter zu entfernen als gedacht.
Vier Schrauben und das Ding war los (im Tachoglas liegen die alten Kontakteinsätze).

Wie sich herausstellte war die Nadel nicht nur verbogen und dahinter gerutscht, sondern hatte auch keine Spannung mehr. Ich musste sie wieder „nachspannen“, welches über zwei volle Umdrehungen an der Wellenaufnahme geschah.

Danach erhitzte ich die Tachonadel und bog sie halbwegs gerade.
Ich hätte gerne einen Ersatz aus Metall, wüsste aber nicht wie ich die Nadel selber wechseln könnte. Das wäre dann ein Fall für einen Uhrmacher, denke ich mir.

Damit ist die Arbeit am Cockpit, dem Vergaser und dem Benzinhahn bis auf Weiteres erst einmal „erledigt“.

Da es keinen Zündfunken gibt, muss ich nun auf die Lieferung des Polradabziehers warten und lasse die Karre mit offener Seite erstmal in der Garage zurück.
Und da ich die rechte Seite offen hatte, habe ich auch gleich den Einsatz der Tachowelle getauscht.

Begeisterung für diese Maschine kommt so immer noch nicht auf.
Ob ich mit ihr jemals eine Tour fahren werde? Ich weiss es nicht.

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Wie steht es um Trude?

Da ich gerade einem lieben Bikerkollegen ein Update mailte, poste ich den Inhalt nun auszugsweise für die Interessierten.
Es sind aufgrund eines kompletten Plattencrashs alle Aufzeichnungen vernichtet, da es zu dem Zeitpunkt kein Backup gab.
Es sollte wohl so sein.
Ich verlor nicht nur 30 Jahre Aufzeichnungen aus meinem Leben und den Kinderbildern meiner Tochter, sondern auch alle Adressdaten etc..
Das ich ein Update an Andreas senden konnte, lag nur daran dass er mich kurz vorher anschrieb und die Mail noch auf dem GMX-Server lag.

Also, hier das Update:

Leider läuft die Simson nicht mehr.
Sie lief über das Jahr hinweg eher schlecht als recht und ich kam von
einem Ersatzteil zum nächsten. Eine scheinbar unendliche Geschichte, die
sich nach Tuxie nun in Trude fortsetzt.


Zuletzt hatte ich wohl göttlichen Beistand, denn ich blieb ca. 10KM von
zuhause liegen. Bergab ging sie mir aus … und nicht mehr an.
Ohne vorheriges zuckeln oder sonstwas. Allerdings startete sie immer
wieder schlechter, was ich auf den Vergaser schob. Da sie nach dem
vierten, fünften Kick lief, habe ich mir da weniger Gedanken drum
gemacht, zumal ich eh keine Lust mehr zum schrauben hatte.
Als ich liegen blieb, schob ich sie 3KM nach Hause als ich gegenüber eines Jesuskreuzes eine kurze Rast einlegte. Bei mir ist es recht hügelig.
Ich bat dann darum das er mich doch bitte noch nach Hause fahren lasse möge und versuchte mein Glück nochmal mit dem Kickstarter … aber leider nichts.
Noch ein wenig bergauf, dann ging es wieder ein lange Strecke ins Tal hinab (Teutoburger Wald …. für Alpenländer sind es beinahe Geraden, für Norddeutsche beinahe schon die Alpen smile ).
Ich nahm Schwung und setzte mich auf die Karre und liess mich bergab rollen … legte den zweiten Gang ein, und liess sie kommen …. leider ohne Erfolg … kurz vor der Senke, noch ein Versuch und sie lief an …. *puuuuhhhh
Im zweiten Gang und mit Vollgas liess ich sie auf dem Radweg bergauf kreischen … mir war egal was die Anwohner oder gar die Polizei dazu zu sagen hatten … ich wollte nur nach Hause und nicht die 10KM bergauf, bergab schieben.
Als ich den „Berg“ rauf war, liess ich sie auskuppeln (mit der Hand am Gas), bockte sie auf und zog mir den Helm wieder an … dabei musste ich einmal die Hand vom Gas nehmen und sie wäre mir beinahe ausgegangen. Ich hielt sie am laufen und fuhr nach Hause.
Sie hielt bis in die Garage durch und ich liess noch ein Dankgebet los.
Eine Woche später wollte ich sie starten … aber da ging nichts mehr.
Umso dankbarer war ich, dass ich noch nach Hause kam.
(Das einzige was ich auch bei Tuxie sagen kann … sie liess mich nie in der Pampa restlos liegen. Nur einmal  … aber da kam eine Werkstatt zu Hilfe.)

Aufgrund der Unzuverlässigkeit blieb sie immer wieder 2,3,4 Wochen
stehen, bevor ich sie dann „notgedrungen“ wieder in Betrieb setzte.
Wie man raushört habe ich nicht wirklich Spaß an und mit ihr. Was nach
über 800€ an Ersatzteilen und einem Schrauberjahr aber auch kein Wunder
ist.

Nunja … nun ist es derzeit warm und meine Hände sind wiedereinmal
total schwarz und ölgetränkt.
Das sie aus und nicht mehr anging habe ich auf Vergaser und oder
Benzinhahn geschoben. Beides abmontiert, beides gereinigt …. an beidem
liegt es nicht. 
Ich habe heute Vergaser und Benzinhahn wieder montiert und angekickt.
Nichts. Kein Zündfunke. Kann also nicht laufen.
Dennoch hat sich die Schrauberei gelohnt, da ich einen tropfenden
Tankanschluss hatte (was ich nun hoffentlich behoben habe) und beim
Ausbau feststellen konnte, das der Tank innen seine Farbe verliert. Am
Sieb waren die ersten Farbpartikel. Das bedeutet er rostet von innen und
ich müsste ihn ausbauen, ausstrahlen und neu versiegeln. 
Nein, das mache ich nicht. Es scheint sich um die Anfänge zu handeln und
wenn ich nicht deutlich mehr Abplatzungen habe, werde ich kein Geld
darein stecken.
Der Vergaser war jedenfalls sauber. Ich hatte auf eine verstopfte Düse
getippt.
Beim Zündfunken kommen nun viele Möglichkeiten in Betracht.
Morgen werde ich mir erstmal die Kontakte an der Zündspule vornehmen.
Vorausgesetzt das mein Nachbar einen Polradabzieher hat.
Ansonsten müssen die weiteren Arbeiten warten.

Womit ich mir heute vor allem die Hände schwarz gemacht habe, war der
Auspuff. Explizit der Krümmer. 
Seitdem Viktor mir den angeschraubt hat, wackelte der Krümmer stark am
Motoransatz. Trotz Kupferscheibe und doppelter Sicherung. 
Er saß einfach nicht dicht und man sah das eine Hälfte der Abgase nach
unten und die andere Hälfte durchs Rohr nach hinten abging.
Das fand ich nie richtig. Viktor meinte immer das muss so — es musste
natürlich nicht so, wie ich heute nach achtmaligem An- und Abschrauben
feststellte. 
Um den fest (beinahe starr) anzubrigen muss am Krümmer erst eine
Kupferdichtung, dann die Mutter, dann die Mutternsicherungsschelle dran.
Zwischen Motorblock und Krümmer muss noch eine weitere Kupferdichtung
und dann ist das Ding dicht. 
Allerdings musste ich erstmal das Gewinde nachfeilen, weil er mir die
unteren beiden Ringe auf einer Seite bereits heraus gebrochen hatte. 

Also derzeit ist an der Maschine zu machen:
Die Elektrik im Tachobereich. Dort scheint es ein Masseproblem zu geben.
Alle Lampenfassungen und Kontaktfahnen habe ich neu hier liegen.
Ich hoffe das es daran liegt.

Das Frontlicht-Halogen muss ich auch neu kaufen … allerdings werde ich
erst mit den alten Lampen testen, wenn ich die Kontaktfahnen neu
angebracht habe. 

Den Tacho muss ich öffnen, weil sich die Tachonadel verbogen hat und
sich hinter dem Begrenzer verklemmt hat.
Wie ich den aufbekomme …. keine Ahnung.

Die Tachowelle muss ich mir auch noch mal genauer anschauen. Nicht, dass
sie sich mittlerweile wegen dem Fehler auch schon wieder abgedreht hat. 

Die Vorderradbremse quitscht erstmal wie Sau. Ich muss immer erst
einbremsen. Das muss ich auf jeden Fall machen, da auch die Bremswirkung
nicht mehr gut ist. Hinten quietscht es nicht so viel, aber auch dort
nicht genug Bremswirkung und … ich hatte eine Notbremsung, bei der ich
mich beinahe abgelegt hätte, weil die Karre hinten nach links ausbrach.
Das Rad ist nicht zentriert (das lasse ich dann in der Werkstatt
machen). Neue Bremsbacken habe ich hier schon liegen. Das mache ich also
vor der Zentrierung.

Der Kettenschutzkasten muss erneuert werden (das Ersatzteil habe ich
noch nicht).

Soviel also zu Trude, die eine Fehlinvestition war.

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ITH – kleine Geldbörse – 001 und 002

Aufgrund einer Gruppen Anfrage in der W6 – Selbsthilfe Gruppe habe ich mich heute an meine erste ITH – Stickdatei begeben.
ITH heisst „In the Hoop“ und bedeutet das ein Projekt komplett an der Stickmaschine fertig gestellt wird.
Bei meinem Testprojekt handelt es sich um eine freie Datei (Freebie), die von der Benutzerin verwendet wurde.

Die kleine Geldbörse von sewbeedoo ist für den 10×10 Rahmen gemacht und hat mich ein paar Nerven und einen Reißverschluss (kurz RV) gekostet.
Perfekt finde ich die Datei nicht, aber dazu komme ich noch.

Bevor ich mit dem Zuschnitt beginnen konnte, musste ich zunächst mal die Stickdatei in eine DST Datei für meine W6 N 6000 konvertieren.
Danach las ich mir den Punkt in der PDF durch, die man sich getrennt herunterladen muss und schnitt die vier Stoffteile entsprechend zu.
Benötigt wird ausserdem, auswaschbares Stickvlies, ein Reißverschluss, Gurtband oder ähnliches, sowie Stylefix (welches ich leider nicht im Hause habe).

Die Beschreibung hat mich leider ein wenig genarrt, sodass ich beim Erstversuch nur einen festgetackerten RV aus dem Vlies, mit zwei Innenteile hatte.
Es muss am frühen Morgen, einer langen Nacht und an zuwenig Kaffee gelegen haben … behaupte ich mal so.
Oder aber, ich war heute einfach zu voreilig … was wohl wahrscheinlicher ist, da mir im zweiten Anlauf ebenfalls ein Fehler unterlief.
Andererseits kann es auch an der Beschreibung liegen, welche durch ihre Absätze und Nummerierungen dazu verleitet, bereits zu sticken, noch bevor da steht dass man es nun tun soll. *Schuld von mir schieb ;)

Aber wie auch immer … es half nichts und ich musste die beiden Innenteile erneut zuschneiden (was ja nicht soooo schlimm war). Ausserdem musste ein neuer RV gefunden werden.
Laut Anleitung soll man einen ca. 18cm langen Reißverschluss nehmen.
Ich nahm als zweiten, einen 15er, der vollkommen ausreichte.

Zunächst einmal wieder das auswaschbare Vlies alleine in den Stickrahmen eingebunden und mit dem Grundgerüst bestickt.

Bereits hier finde ich es unnötig das ein Rahmen gestickt wird. Die Mittellinie ist wichtig um den RV darauf auszurichten, aber es hätte genügt wenn man links und rechts eine kurze Begrenzung und die Mittellinie gestickt hätte.
Desweiteren wurde hier bereits doppelt gestickt. Einerseits unnötiger Garnverbrauch und andererseits bilden sich genau deswegen Fadennester, weil man mehrfach darüber stickt.

Es wird dann der Reißverschluss auf der Mittellinie mittels Stylefix (wenn man es hat) ausgerichtet. Dabei ist es absolut zwingend, 100% genau den RV darauf auszurichten, da ansonsten die Maschine auf die Zähne aufschlägt.
Ich hatte auch diesesmal wieder nicht weit genug gelesen und nur den RV angenäht. Nachdem ich den Fehler festgestellt hatte, bin ich die Stickschritte nochmal bis zum Anfang des Wechsel Nummer 2 zurück und habe die beiden Innenteile angelegt.
Das macht das Ganze natürlich nicht besser. War es voher schon zuviel genäht, so muss ich nun erneut darüber um den RV mit den Innenteilen zu verbinden.
Die Maschine lief im Schildkrötentempo und es gab erstmal keine Probleme.

Als Nächstes wird … wenn man dann endlich mal alles liest, bis es heisst „sticken sie bitte jetzt und nicht schon vorher!“, das Gurtband/Ripsband/Webband anbringen. Die Schlaufe kommt dabei zum aufgezogenen RV und die beiden Enden werden aussen mittels eines Tesastreifens fixiert.

Das aufziehen des Reißverschlusses war bei mir eine Katastrophe, da sich das Mistding keinen Millimeter bewegen wollte. Ich musste dazu nicht nur den Rahmen abnehmen, sondern  auch den Rahmen öffnen und mühselig am Zipper fummeln bis er sich endlich bewegte. Wieder etwas was ich vorher austesten muss, bevor ich etwas zusammen nähe.

Nun werden noch die beiden grossen Teile mit der rechten Seite nach unten aufgelegt. Dabei ist der Aussenstoff als erstes aufzulegen.
In meinem Fall das Stoffstück mit dem Raben.
(Baum und Herz sind dann innen)

Auf der rechten Seite bekam ich dann am Reißverschluss den befürchteten
Ärger mit dem Faden. Ich hörte es schon beim eintauchen der Nadel, dass
sich dort ein Fadennest gebildet hat, als auch schon die Nadel auf einem
der Zähnchen aufschlug und die Maschine dann stoppte.
Da ich sie ganz langsam arbeiten liess, ist beim Aufschlag nichts weiter passiert.
Mit viel Hin und Her und etwas Gezerre, damit die Nadel einen freien Weg findet, konnte ich dann die Arbeit fortsetzen lassen.

Danach konnte das Projekt aus dem Stickrahmen entfernt werden, um die Ränder zu schneiden und sie zu versäubern.
Dazu wurde zunächst das Vlies mit der Hilfsnaht entfernt.
Aufgrund der Fadennester war das alles andere als einfach.


 Wer mich öfter liest, der weiss das eine Zackenschere zu meinen wichtigsten Arbeitsmitteln gehört.
Ich schneide damit die Ränder zurück, welche durch den Zackenschnitt gegen ausfransen bereits gut geschützt sind.
Dennoch befolge ich den Rat, diesen Rand mit der Overlock, bzw. in meinem Fall mit einem Overlockstich (und dem Overlockfuß) zusätzlich zu versäubern.

Danach wird das Projekt durch den Reißverschlussschlitz gewendet und die Ecken möglichst gut heraus gedrückt (womit ich meistens auf Kriegsfuß stehe).

Die
Stickdatei ist nicht schlecht, aber die Stiche sind meiner Meinung nach
schlecht gelegt. Zu oft wird neben Verriegelungen neu verriegelt. Bei
mir gab das Fadennester.
—1:$comment476837289082661_477177945715262:0.0.$right.0.$left.0.0.0:$comment-body.0.3.0.$end:0:$15:0″ />Da
sie genau neben dem RV auftraten wurde dann der nächste Überstich davon
erneut behindert und das Fadennest wurde noch grösser.

Was die Beschreibung anbelangt ist sie gut, aber zugleich verwirrend, da ich immer wieder dazu tendierte nach dem jeweiligen Absatz sticken zu lassen.
Wäre die Zwischengliederung durch Zahlen nicht gegeben, wäre es einfacher zu lesen und zu verstehen.

Mal schauen ob ich Datei und Beschreibung nicht verbessern kann und was dann
sewbeedoo dazu meint. Die DST sollte sowieso mit ins Paket und dann sollte man sich Stickdatei und Beschreibung zusammen abholen können.
Das sind halt Verbesserungen die ICH praktisch fände.

Sooo, nun habe ich euch lange genug aufgehalten und wünsche euch viel Spaß an euren Maschinen, mit euren Projekten.

Alles Liebe,
der Micha

Nachtrag: Die kleine Geldbörse ist an Monika in Bad Iburg verschenkt.
Leider musste ich sie nochmal nachbearbeiten, da sich das Gurtband aufgeribbelt hat. Ausserdem wollte sie es auf der anderen Seite haben, was ich auch viel praktischer finde und bei der nächsten direkt so machen werde.

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