Kompressionstester und wieder Ausbau des Zündschloß

Was soll ich sagen. Ich will ja wissen warum Trude so vibriert und nicht die Leistung bringt, die sie bringen könnte.
Hin und Her überlegt und von allen Seiten für blöd gehalten, aber ich liess mich nicht abbringen mir einen eigenen Kompressionsmesser zu kaufen.
Nunja. Sowohl 100, als auch 65, als auch 50€ ist mir „der Spaß“ nicht wert.
Bei 30€ zuckte ich schon, suchte aber weiter und fand beim Polo einen einfachen für 17,99€, der einen 14er und einen 18er Adapter für das Kerzengewinde hat.

Warum ich den kaufe und nicht mit der Karre mal für nen Fünfer in die nächste Werkstatt fahre?
Weil ich selber schauen will ob die Maschine noch Kompression hat. Und wenn ich am Motor hantiere, dann kann ich schnell mal was kaputt machen.
Ausserdem will ich an die Maschine nicht jemanden wie Olaf dran lassen. Es reicht mir schon das er wohl Tuxie kaputtgefummelt hat.
Ich fände es sehr befremdlich wenn ich mehrfach im Jahr bei der Werkstatt (welche eigentlich?) anfahren würde um die Kompression messen zu lassen.
Und bei 18€ hat sich der schnell bezahlt gemacht.

Zum ausmessen kam ich noch nicht, weil die Woche etwas anderes wichtiger ist.

Allerdings habe ich heute auch noch das kaputte Zündschloß ausgebaut, damit ich es morgen dem SimsonShopOsnabrück wieder zurück schicken kann. Leider bestehen sie darauf das Schloß zu tauschen. Ich hätte lieber woanders ein neues gekauft.
Nach dem Ausbau habe ich es mir genauer angeschaut und bin der Meinung, man kann es leider nur sehr schlecht sehen, dass die Halteschraube nicht rausgedreht, sondern abgebrochen ist.
Da der Zylinder in einer festen Führung sitzt, ist es ausgeschlossen das es im Nachhinein passiert ist.

Na, mal schauen. Vielleicht kaufe ich dennoch beim anderen Händler ein anderes Schloß, damit ich nicht nochmal son Murks verbauen muss.

So wie hier, hing dann der Schlüssel samt Zylinder am Schlüsselband.
Ein Glück das ich es dran habe und ein Glück, dass sich der Zylinder nicht vom Schlüssel gelösst hat und sich nicht samt seiner Einzelteile über die Landstrasse verteilt hat.

Der Ausbau war jedenfalls nervig, da ich nun dieses ganze Kabelgedöns nochmal durchziehen und verbinden muss … und ich hatte überhaupt keinen Bock darauf an Trude zu schrauben.
Genaugenommen überlegte ich mir schon, ob ich das Schloss nicht geschaltet lasse und mir einen versteckten Druckschalter einbaue.

Ich sag dann mal wieder … bis die Tage. smile

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Ein erster Trip nach „dat Uli“

Nun habe ich mit Trude eine Fahrt zu „dat Uli“ gewagt. Und leider
keine Bilder geschossen, obgleich ich genug zum aufnehmen hatte.
In
dem Zusammenhang fällt mir ein, das ich noch die Kamera auf Trude
stecken habe. Da muss ich nun nochmal in die Garage, bevor sie sich tief
entlädt … *aufspring.

Oh Mann was für ein Tag. Die Keycam habe ich gerade von Trude genommen. Mit grossem Überraschungseffekt.
Aber der Reihe nach.

Zur Mittagszeit machte ich mich heute auf, um zu schauen, wie Trude mit den neuen Federn läuft.
Da ich mir von Polo den Kompressionsmesser kaufen wollte fuhr ich zunächst in die Stadt.
Leider war er nicht vorrätig (ich habe nichts anderes erwartet), wurde aber bestellt und ich erhalte eine email wenn er da ist.
Da
ich der Meinung war das auf der selben Strasse ein MZ-Händler war, fuhr
ich sie einmal auf und ab. Es ist eine Strasse im Gewerbegebiet, etwas
ausserhalb von Osnabrück, aber stark befahren.
Beim Harley Davidson
Laden hielt ich dann an und parkte meine 2 Takt Trude, brav neben dem
Chromgedöns der Harleys. Man schaut zwar immer wenn ich sowas mache,
aber niemand meckert. (obwohl ich immer damit rechne, das jemand meinen
Roller anzündet). smile
Wie auch immer … hinein in den Laden
… brav gewartet bis man von dem wartenden Kunden die Rechung
unterschrieben bekam (Stundenlohn 89€) und kurz mal nach nem MZ-Laden
gefragt.
„Noe, gibt es hier nirgends.“ Sagte einstimmig Chef und Mechaniker.
Hmmm.
Da hatte ich wohl irgendwas anderes im Kopf. Nunja, ich bedankte mich,
wünschte noch einen schönen Tag und nahm die grummeligen Gesichter der
beiden anderen Kunden in Kauf, bei denen ich mich zwischen gedrängelt
hatte. Ging ja schnell. :P

Tja … und nun? Die Sonne brennt mit 33 Grad … mein Shirt ist eh schon klitschnass unter der Mopedjacke und meine Handschuhe sind ein wares Badeparadies.
Wenn
ich nun zurück fahre, komme ich wenigstens unter die Dusche und raus
aus den Sachen, aber damit weiss ich immer noch nicht wie Trude fährt.
Also, ab zum Dümmer. Knappe 60KM Landstrasse.

Kurz nach Belm, einen der letzten Vororte, fuhr ich auf einen Rastplatz um die Keycam anzubringen.
Dazu kam ich aber nicht mehr.
Eine gelbe Simson S53 (?) stand da auf dem Parkplatz und ich musste grinsen.
Wie gross ist wohl die Wahrscheinlichkeit das ich ausgerechnet dort und jetzt auf eine weitere Simme treffe? Sehr gering.
Der Simme gings aber gar nicht gut.
Der
Fahrer … um die 35 … hatte dort eine kurze Rast eingelegt und
danach ging gar nichts mehr. Das heisst, sie machte noch eine
Fehlzünding und war danach „gestorben“.
Zündfunke hat sie. Sprit und eine frische Zündkerze auch.
Leider hatte ich kaum Werkzeug dabei und so fit bin ich in der Technik noch nicht.
Aber als er versuchte anzukicken, hörte ich es blubbern. Der Motor war voll mit Benzin. Da springt nichts mehr an.
Leider
hatte der Fahrer den Krümmer, samt Auspuff sehr hoch gezogen, so dass
sich überschüssiges Benzin und Wasser in der Krümmermitte sammeln
konnte.

Ich riet ihm, zunächst einmal, mit geschlossenem
Benzinhahn und ohne Zündkerze, die Maschine im zweiten Gang über den
Parkplatz zu schieben, damit die Suppe rausgedrückt würde. Das brachte
leider nicht den erhofften Erfolg und da ich keine Zange dabei hatte,
konnte man den Krümmer auch nicht entfernen.

Ein paar Minuten später, fuhr eine 70(?)er Herkules auf den Platz.
Der Fahrer wollte zunächst weiter fahren, als er uns sah, aber ich bat ihn zu halten und wir hofften auf eine Zange.
Eine Zange hatte er nicht, aber wenigstens etwas Schrauberwissen.
Er riet dann die Maschine im ERSTEN Gang zu schieben, damit die Suppe raus kommt.

Okay,
der erste Gang war besser, als mein vorgeschlagener zweiter und etwas
kam heraus, aber sie blubberte immer noch wenn man sie kickte.

Kurz darauf kam ein Transporter auf den Platz. Der Fahrer hatte eine Rohrzange dabei und der Krümmer konnte ab.
Was dann da rausgeflossen kam, waren locker anderthalb Liter schwarze Benzingülle.
Die
Karre war buchstäblich ertrunken und der Fahrer konnte von Glück reden
das sich das Gemisch nicht entzündet hat. Das hätte böse enden können.

Auch
wenn es ein gutes Bild geworden wäre, wollte ich aufgrund der Personen
keines machen und liess die Kamera wo sie war. Leider vergass ich bei
allem auch die Keycam anzubringen.

Er machte noch alles sauber
und ich gehe mal davon aus, dass er danach gut weiterfuhr und zuhause
den Auspuff zurückbaute, damit ihm das zukünftig erspart bleibt.
Der Herkulesfahrer und der Transporter blieben noch bei ihm, während ich mich wieder auf die Fahrt machte.

Die
weitere Fahrt ging dann direkt durch bis zu „dat Uli“, wo ich mir zwei
Kaffee trinken, und ein wenig plaudern konnte bis ich mich kurz darauf
wieder auf den Rückweg machte.
Allerdings nicht ohne auf der Tour eine Neuigkeit von Trude zu erleben.
Irgendwann auf der Landstrasse (mein Navi zeigte ~55KM/h an), wunderte ich mich das der Schlüssel am Band hing.
„Ohhh … wie kann das denn sein, dass der Schlüssel aus dem Schloß rutscht?“ , dachte ich mir und schob es auf die Vibrationen.
Mit
den Vibrationen lag ich schon ganz richtig, wie mir ein paar Minuten
später auffiel, denn am Band baumelte nicht nur der Schlüssel, sondern
an diesem wiederum der Schliesszylinder des Zündschlosses.
„Was??? Da kann garnicht sein! Oder doch?“
Doch
es konnte und kann sein.

Der Zylinder wird, wie ich bei Uli
feststellte, von einer kleinen Schraube im Zündschloss gehalten. Diese
Schraube hat sich wohl verabschiedet und somit konnte das Zündschloss
raus. Da die Maschine ja schon auf „On“ geschaltet war, blieb sie an,
liess sich allerdings nicht mehr so einfach ausschalten.

Als ich
Trude abstellte, musste ich zunächst einmal den Zylinder wieder
einführen und dann den Punkt suchen, wo die Schalter betätigt werden. Es
ging relativ zügig und ist der ultimative Diebstahlschutz, aber so kann
das nicht bleiben, denn in der Garage ist das nicht so prickelnd wenn
der Motor noch lange läuft.

Im OsnabrückerLand fuhr ich einen kleinen Bogen, weil ich nicht durch die Stadt wollte.
Irgendwo
auf dem Land, neben einem Bauernhof, hielt ich an und steckte die
Keycam aufs Schutzblech um zu sehen, ob die Federn vielleicht den Lauf
ruhiger machen.
Obwohl ich mir sicher bin das dem nicht so ist, weil
ja das Schloss rausvibrierte und meine Spiegel ab 50 auch nur noch
vibrierende Etwasse hinter mir anzeigen.

Aber ich wollte es halt nochmal probieren, zumal die Gegend auch nett zu fahren ist.
Es
ging also mit Videocam weiter und ich fuhr, mit einem Tankstop und
einem erneuten Gefummel mit dem Zündschlosszylinder, nach Hause.

Als ich dann vorhin die Keycam nachträglich von Trude holte, fand ich sie so vor.

Normal ist das nicht!
Ich gehe nicht davon aus, dass das Video brauchbar ist. Allerdings bin ich froh, dass ich sie an eine Leine mit zweitem Klettband anbrachte. So schlackerte sie wohl „nur“ am Schutzblech entlang und ging mir nicht verloren.
Vielleicht sollte ich die ganze Trude mit Klettband einwickeln? ;)

Ich muss diesen Vibrationen auf den Grund kommen!
Wahrscheinlich ist mein Hauptproblem die Kurbelwelle, der Kupplungskorb, oder etwas in dieser Richtung.
Ich werde noch dahinter kommen und hoffe darauf das mich Trude unterwegs nicht einfach stehen lässt.

Nun schaue ich mir mal das Video an … oder was davon übrig ist.
Sollte etwas verwertbares dabei sein, stelle ich es online.

Tja …. soweit die Theorie. In der Praxis finde ich keine SD-Karte mehr in der Cam.
Habe ich vergessen eine rein zu tun?
Dann müsste sie aber noch auf dem Arbeitsplatz sein.
Oder ich habe sie auch verloren.
Morgen suche ich mal nach der Karte. Ich kann mir vorstellen das ich sie hier finde.

Naja … war trotzdem ein schöner Sonnentag. smile

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Es sommert … und meine Telegabel ist nun dran … zu spät

10:00 Uhr –
Die Waschmaschine hat ihre Wäsche hinter sich, das Bettzeug hängt draussen in der Sonne.

Gerade habe ich mir noch ein paar Bilder der Telegabel ausgedruckt, damit mir halbwegs klar wird, wo was wieso warum sitzt/sitzen sollte.
Laut Anleitung und weil es logisch ist, muss ich das Vorderrad ausbauen.
Vorderrad ausbauen?
Hallo?!
Ich habe die Tage etliche Zeit damit verbringen müssen, die Bremse neu einzustellen. Davor hatte ich, etwas mühselig, das lackierte Schutzblech angebracht.
Der beste Zeitpunkt wäre gewesen (direkt mit Bremsbackenwechsel), es im Winter in der Wohnung zu machen.
Darum steht da oben „zu spät“. smile

Und nun soll ich das Vorderrad ausbauen … was dazu führt das ich die vordere Bremse abbauen muss, ohne gleichzeitig die Bremsbeläge wechseln zu können?
Mache ich das?
Ohh … wie ich es gerade verfluche.

10:30 Uhr –
Ich habe nun noch eine „kürzere“ Anleitung gefunden, wie ich die Gabel regenerieren kann.
Nun gehe ich mal testen.
Natürlich bleibt es dabei, dass das Vorderrad raus muss.

11:45 Uhr –
Nachdem ich zunächst nicht das Standrohr (oben), vom Tauchrohr (unten) getrennt bekam, las ich im Netz erneut nach und fand dort den Hinweis ruhig etwas kräftiger zu ziehen.
Nunja. Es ist zwar Metall, aber ich habe dennoch Bammel es zu schrotten, wenn ich da rohe Kraft walten lasse.

Andererseits ist eine Federung einer Dauerbelastung ausgesetzt und sicherlich wirken da viel stärkere Kräfte als ich aufbringen kann.
Somit zog und zerrte ich an den beiden Enden (zu zweit wäre es einfacher) und mit einem PLOPP rutschte es aus dem Dichtungsgummi.

Nun muss also der Simmerring beim Tauchrohr und der Sprengring am Standrohr heraus.
Das Gummi klebt wie verrückt im Tauchrohr. Mittlerweile habe ich es durch hebeln, ziehen und zerren teilweise zerstört, aber nicht draussen.

Der Sprengring ist nun mein weiteres Problem, denn ich habe keine Sprengringzange.
Was für ein Mist.

Öl war übrigens nur noch tröpfchenweise vorhanden. Nachher kommt dort nicht nur eine verstärkte Feder (3,4 statt 3,2mm) hinein, sondern auch neue Dichtungen und jeweils 40ml Gabelöl (es geht auch Motoren-/Getriebeöl).

12:20 Uhr –
Da mein Nachbar Viktor, gegen 12 Uhr Feierabend machen wollte, schaute ich kurz zur Tür raus und sah meinen anderen Nachbarn, der ebenfalls seit Wochen am schrauben ist.
Allerdings an seinem VW T4. Was aber den Vorteil hat, dass auch er gutes und besonderes Werkzeug hat.
Ich sprach ihn an, aber er verneinte dass er eine Sprengringzange hat.
Okay, sagte ich, muss ich mal auf Viktor warten, ob er sowas hat.
Kaum ausgesprochen ging er mit mir an die allgemeine Werkzeugkiste (Die haben sich da zusammen geschlossen … Russen halt. Die wissen wie man miteinander leben kann/soll.) wühlte ein wenig, hielt die Zange hoch und meinte dann „Die hier?“ Mit einem Grinsen.
Ich bedankte mich sehr und versprach sie nachher wieder rein zu legen.
(Ich bringe meine geliehenen Sachen nämlich immer möglichst schnell zurück!)

Keine 2 Minuten später, war der Sprengring draussen. Alleine ist das ein wenig umständlich, da man die Zange auseinanderziehen muss und gleichzeitig selbige in den Löchern lassen muss, aber wie man sieht klappt es.

Danach ging es dann an die Reste des Simmerringes. Unglaublich wie fest dieses Ding sitzt. Durch hebeln mit einem dicken Schraubendreher bekam ich ihn jedenfalls nicht heraus.
Erst durch das greifen mit der Kombizange und dem äusserst kraftvollen Verdrehen liess sich das Mistding zum rausrutschen bewegen.

14:30 Uhr –
Zeit für eine Mittagspause.
Danach bekam ich allerdings das nächste Problem, da ich nicht mehr wusste ob das Anschlagblech in das Stand- oder in den Tauchrohr musste.

Es muss ins Standrohr. Und danach muss der Sprengring drauf.

Ich mache dann mal weiter …

15:00 Uhr –
Was für ein Gefummel mit dem Sprengring.
Die geliehene Sprengringzange ist für äussere Sprengringe. Sie arbeitet also genau falsch herum. Wenn ich zudrücke, geht sie auf. Der Ring muss aber zusammen gezogen werden, da er ein innerer ist.
Ich behelfe mir damit, den Sprengring zu greifen um dann die Sprengringzange, mit einer Kombizange zusammen zu drücken.
Natürlich rutscht mir das Konstrukt immer wieder auseinander, aber mit entsprechendem Gefummel und versuchter Ruhe, klappte es dann doch.

Nachdem ich den linken Dämpfer wieder zusammen hatte und mühsam einbaute, da ich einerseits die Maschine hochheben muss und andererseits den Dämpfer durchschieben und fixieren muss, war ich ganz schön fertig.

Noch fertiger wurde ich dann, als ich den rechten Dämpfer ausbaute und feststellte, das sich im Standrohr nicht nur eine, sondern zwei Aufnahmen für die Feder befinden.
Das ist mir beim linken nicht aufgefallen, weil die Feder dort nur in der unteren Aufnahme sass.
Nun ist mir auch klar warum mir das fahren so schwammig vorkam.
Aufgrund der Bereifung und der ungewohnten Maschine hatte ich die ganze Zeit gedacht, dass es an mir liegt. Darum auch dieses seltsam schlechte Kurvenfahrverhalten.
Da ich nun den linken Dämpfer sowieso nochmal rausnehme, werde ich auch direkt den vergessenen Faltenbalg anbauen.

Wie man sieht steht die Maschine nun mehr schlecht als recht.
Nach dem Foto, habe ich sie dann auf Steine gelagert.
Nun kann ich an beiden Dämpfern in Ruhe arbeiten und mein Vorderrad muss nicht das Gesamtgewicht abfangen.

Morgen geht es weiter.

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Tag 2 – 12:15 Uhr
Ich habe mich eine weitere Stunde mit Trude beschäftigt und regenerierte
zunächst den rechten und dann nochmals den linken Stossfänger.
Dabei
kämpfte ich erneut mit dem raushebeln des Simmerringes und bekam auch
diesen erst wieder durch Einsatz der Kombizange und viel Gefluche
heraus.

Danach habe ich beide Federbeine teilweise befestigt.
Teilweise nur darum, weil ich in der Kurzanleitung las, das man die Maschine im Nachhinein, bei gelockerten Schrauben, aufschütteln soll, damit sich die Federn richtig setzen und man sich keinen Verzug holt.
Ich bin gespannt.

Aber das muß gerade mal zwei Tassen Kaffee warten, weil mal wieder mein Daumen blutet.
Immer wieder schaffe ich es, mir eine scharfe Kante unterhalb des Nagels oder in diesem Fall seitlich des Nagels reinzuhauen.
Das blutet natürllich wie Sau, was ich aber mit auswaschen und Sprühpflaster hinbekomme.
Ein bisschen Bammel macht mir immer der Gedanke an eine Blutvergiftung, aber da muss man als Schrauber wohl durch.

Zum Mittag hin wurde es noch heisser und noch drückender.
Meine Kopfschmerzen wurden nicht besser, so dass ich mich zur Einnahme meiner Tabletten entschied. Es war die richtige Wahl, denn trotz der Arznei habe ich, nun am Abend, immer noch leichten Druckschmerz.

Draussen habe ich dann die Verschraubung noch locker gelassen und die Federn arg beansprucht, bis sie dann einmal aufschlugen.

Danach schraubte ich alles fest, zog die Faltenbalge über das Tauchrohr und den Staubaufstreifer auf den Faltenbalg,

reparierte noch die 12Volt Dose und drehte die Luftgemischschraube am Vergaser auf fetteren Betrieb.
Dabei habe ich dann festgestellt das die Tachowelle (welche ich noch nicht erneuert hatte), gebrochen ist. Daher kam wohl auch das flattern der Zeiger und nun der Totalausfall der Geschwindigkeitsanzeige.
Also … wieder was zu bestellen. Mittlerweile nehme ich es locker, ärgere mich allerdings darüber das die Abnutzungen unmöglich nach 6Tsd KM auftreten können.
Somit werde ich auch die kommenden Monate nach und nach bestellen und austauschen müssen.

Morgen schaue ich mal wie sich die Maschine fährt.
Für heute reicht es mir.

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Schrauben bei 35 Grad in der Sonne ist anstrengend

… macht aber dennoch Laune, wenn man alle paar Minuten für eine Abkühlung sorgt und ausreichend dabei trinkt.

Nachdem mein Lieblingszusteller mir heute meine letzte Bestellung von AKF brachte, hatte ich mir eigentlich vorgenommen mich am wechseln der Gabelfedern zu versuchen.
Soweit die Theorie.
In der Praxis hatte ich jede Menge anderer Dinge an der Maschine zu machen.

Geliefert wurde heute:

01 – Vergaserdeckeldichtung
02 – Bremszug hinten (weil ich dem verbauten nicht traue!)
03 – Telegabel Reparatur-Set mit

  • 2x Mutter M6
    2x Unterlegscheibe B6
    2x Gummi – Sicherungsscheibe 6x10x2
    2x Gummi – Dichtscheibe 13,5x21x1
    2x Sicherungsring 25×1,2 DIN 472
    2x Doppellippe Simmerring 30x40x7
    2x Druckfeder 3,4mm (verstärkt)
    2x Staubabstreifer
    1x ADDINOL Stoßdämpferöl 80ml (40ml benötigen Sie für eine Seite!)

04 – 20ml Messbecher
05 – Zündungs-Set

  • – 1 m Zündkabel, Rot
    – 1 Kerzenstecker Beru
    – 1 Zündkerze 260 von Isolator
    – 1 Unterbrecherkontakt
    – 1 Kondensator 

06 – Zündkerzen
07 – AKF Kennzeichenhalter (Werbegeschenk)

Zunächst einmal wollte ich dem tropfenden Vergaser Einhalt gebieten.
Die Tage fiel mir schon auf, das ich immer eine Pfütze auf der Motorwanne habe und der Boden auch ein paar Tropfen abbekommen hat.
Was ich nicht wusste … der Boden hat das meiste Benzin versickern lassen.
Mein Tank, gerade gefüllt und knapp 100KM gefahren, ist beinahe leer. Unfassbar.
Das Problem liegt an der original Gummidichtung, des neuen Vergasers.
Man hat sich wohl gedacht, dass sich das Gummi gut vom Benzin ausdehnt und somit die Wanne abdichtet, aber weit gefehlt. Das Gummi drückt sich nach aussen und schliesst da gar nichts mehr ab.

Wenn ich sowieso am Vergaser arbeiten muss, habe ich mir gedacht das ich ihn dann direkt mal wieder abbauen und nachmessen kann
Den Flansch abzuschrauben war genauso aufwendig, wie das damalige anschrauben.
Man hat einfach nicht genug Freiraum um eine Knarre anzusetzen.

 Somit geht es dann in kurzen Schritten per Gabelschlüssel „voran“. Nervig.

Oben sieht man die neue Papierdichtung.
Unten die bereits ausgebaute „alte“ Gummidichtung, die mir so geliefert wurde.

Kein Wunder dass da das Benzin rausläuft. Wahrscheinlich zog er auch Nebenluft ohne Ende.
Nach dem Wechseln der Dichtung und dem Wiedereinbau des Vergasers, lies ich ihn mit offenenem Benzinhahn stehen.

Kein Tropfen kommt da raus. So soll es sein.
Ich bin schon gespannt ob sie in der Leistung nun zunimmt.

Nach dem Vergaser, liess ich das Getriebeöl ab.
Nicht weil es alt wäre (ich hatte es ja erst im Winter gewechselt), sondern weil ich den Verdacht hatte dass es mir rechtsseitig durch das damalige hinlegen der Maschine, komplett rausgelaufen ist.

Der Verdacht war „gottseidank“ unbegründet. Allerdings war immer noch zuviel Getriebeöl drin, was ich dann beim wiedereinfüllen korrigierte. Neues Öl habe ich nun nicht benutzt, da es ja gerade mal knappe 1000KM gelaufen hat und noch halbwegs gut aussah.
Ganz feine Späne hatte ich auf dem Magneten der Ölablassschraube. Nicht genug um in Panik zu geraten, aber etwas verwundert hat es mich dennoch, da es ja keine neue Maschine ist. Beim nächsten offiziellen Wechsel werde ich das genauer betrachten.
Nachtrag: Wie ich im Netz nachlas, ist es in Ordnung, solange die Späne sehr fein ist und die Konsistenz der Späne in Effektlacken entspricht.

Um auszuschliessen das die verminderte Leistung am Zündkabel oder dem Kerzenstecker liegt, habe ich diese Arbeit heute direkt mitgemacht.
Es war das erste Mal das ich Kabel und Stecker wechselte und musste ersteinmal nachlesen wie man das macht. Da ich dachte das der mitgelieferte Kondensator ebenfalls direkt an der Zündspule sitzen würde, baute ich die ganze Spule aus.
 

Natürlich viel zu kompliziert. Statt mühselig die beiden Halteschrauben zu entfernen, hätte es genügt die untere Grundplatte abzunehmen. Wieder was gelernt. smile
Mir viel Gedrehe hatte ich dann relativ zügig, die Zündspule und den neuen Kerzenstecker, am Kabel.
Der Kondensator steckt übrigens hinter der rechten Motorabdeckung an der Magnetzündanlage. Dazu müsste ich nicht nur den Motordeckel auf der anderen Seite abnehmen, sondern zuvor auch das Trittbrett abschrauben. Spare ich mir heute und behalte die Ersatzteile in der Ersatzteilekiste.
Aufgrund des falschen Abbaus, hat der Anbau dann auch entsprechend lange gedauert.
Die Sonne brannte und ich hatte sicherlich schon locker die ersten 3 Liter Wasser drin und draussen. smile

Da ich den Kerzenstecker gewechselt hatte, habe ich auch die Kerze rausgenommen.

Ein Glück, denn das Kerzenbild ist nicht mehr schlammig, nass und ölig, sondern beinahe weiß. Das muss ich fetter einstellen!
Mit der mageren Einstellung hatte ich die Tage die Fahrt zum Simsontreffen. Da bin ich wohl knapp an einem kapitalen Motorschaden vorbeigeschlittert, würde ich mal behaupten.

Es war mittlerweile später Nachmittag.
An einen Beginn um die Feder der Telegabel zu wechseln, ist nicht mehr zu denken, aber da seit der letzten Elektrikgeschichte kein Lämpchen mehr für Leerlauf und Fernlicht leuchtet, war das meine nächste Baustelle.

Obgleich ich kein Elektriklaie bin, brachte mich das Problem doch sehr ins grübeln.
Das schwitzen schiebe ich einfach mal aufs Wetter. smile

Das Ganze war ein Massefehler. Soviel war klar.
Aber wo der Fehler sass, war nicht ohne Weiteres festzustellen.
Eine ganze Stunde hat mich die Arbeit daran aufgehalten, aber nun leuchtet es wieder brav.

Danach beschäftigte mich die Vorderradbremse nochmals zwei Stunden, denn ich hätte gerne die Bremswirkung stärker gehabt.
Für mich war naheliegend, da ich die Stellschraube schon halb draussen habe, dass ich den vorderen Bremshebel um eine Zacke auf der Bremsnocke nach vorne setzen muss.
Mir war klar das die Arbeit wieder ätzend wird, aber das es nicht besser machbar ist, als bereits geschehen hatte ich nicht erwartet.

Ein Zacke mehr und die Bremse greift bereits komplett, eine Zacke weniger und die Stellschraube muss herhalten. Nicht so prickelnd.
Die Lösung wären frische Bremsbacken. Leider nicht bestellt.

Um 19 Uhr habe ich dann „Feierabend“ gemacht.
Ich bin total durchgeschwitzt und mir tun die Knie weh. Es macht sich bemerkbar das ich kein Training mehr mache und auch keine 20 mehr bin.

Mal schauen ob ich mich morgen an die Federn wage.
Ausserdem muss ich morgen noch den Vergaser einstellen und das hintere Bremslicht korrigieren … das habe ich seinerzeit falsch herum angebaut und habe keine Kennzeichenbeleuchtung, sondern eine Anhängerkupplungbeleuchtung. smile

Einen schönen Abend wünschend,
der Micha

Nachtrag 10ter July:
Heute (tagsdrauf) sind die Temperaturen von 29, auf 21 Grad gefallen.
Der Himmel ist komplett bewölkt und ich erwarte gleich Regen. So ein Mist.

Gestern noch einen Sonnenbrand auf Beine, Nacken und Oberarme geholt und heute muss schon wieder die warme Jeans angezogen werden.
Also stelle ich gleich nur den Vergaser neu ein und mache dann vielleicht noch eine kurze Testfahrt. Vielleicht. smile

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Simson Treffen – Menslage – Nur ein Tag

Da Trude auch weiterhin fröhlich vor sich hin vibriert, habe ich beschlossen das mir im Moment nichts dazu einfällt, aber dennoch mal schauen muß ob ich Trude soweit gut repariert habe, dass sie eine Ausfahrt überlebt.

Zufällig entdeckte ich vorgestern das Simson Treffen (vom 5.-7. Juli), knappe 70KM von mir entfernt.
Also … nix wie hin. Der RheinerSani treibt sich gerade in Berlin rum (allerdings mit dem PKW), sonst hätte ich ihm das Treffen mal nahe gelegt.

Also habe ich mir eine Thermoskanne Kaffee eingepackt und bin los.
Zur Zeit ist hier (wahrscheinlich auch anderswo) allerdings der grosse Baustellenwahnsinn ausgebrochen.
Nicht nur das mir Richtung Norden eine Menge Kraftfahrstrassen die Fahrt komplizieren, nun reiht sich auch noch Umleitung an Umleitung.
Der Vorteil ist allerdings das man in Gegenden kommt, wo man sonst niemals landen würde.

Ist doch nett dort, oder?

 

Ich und mein Navi sind arg überfordert.
Laut dem Navi stehe ich in unerforschtem Gebiet.
Ich rate einfach mal und fahre erstmal frei Schnauze.

Nach zweieinhalb Stunden, war ich dann in Menslage.
An der Volksbank fiel mir auf das ich es schon „kannte“, da ich „damals“ dort einen Zwischenstop auf der Rückfahrt von der Nordsee einlegte.

 
Wie heisst es so schön: „Man trifft sich immer zweimal im Leben“ smile
Knappe 1KM weiter, kam ich dann auch auf der „Schießsportanlage Rüskenbrink“ an.

Viel zu früh.
Ausser den Betreibern, die beim fegen und aufbauen waren, war noch niemand da.
Toller Fisch. Es ist bereits Mittag und ich hatte erwartet das schon jede Menge los ist.
Nunja. Nun war ich einmal da, also blieb ich auch.

Man begrüsste mich freundlich, erklärte mir dann aber, dass die meisten erst heute Abend eintrudeln werden, denn das Hauptprogramm findet morgen statt.
Hmmm … diese Info fand ich nun nicht so prickelnd. Das hätte man klarer darstellen können, aber nun ist es nicht zu ändern und ich konnte Trude ausfahren.
Somit genehmigte ich mir ersteinmal einen mitgebrachten Kaffee.
Eine knappe Stunde später, trudelte dann der Nächste in einer Duo ein.

Der Fahrer ist ein sehr spezieller, anstrengender Zeitgenosse. Nunja, auch solche gibt es halt.
Seine Duo ist stark modifiziert und hat einen 5 Gang Motor erhalten, mit mehr PS.
Inwieweit da noch sein kleines Kennzeichen passt, ist mir schleierhaft, aber auch nicht mein Problem.

Erfreulicherweise fand er bei den Betreibern ausreichend Leute die ihm zuhören mochten.
Eine weitere Stunde drauf, kam dann der Nächste an, auf einer Schwalbe.

Ein sehr ruhiger ausgeglichener Mensch, meines Alters, aus Twiste. Wir sprachen noch viel miteinander, bzw. standen gemeinsam bei den Anderen um beim Zeltaufbau zuzuschauen,

oder das eine oder andere Gespräch zu verfolgen.
Nach und nach trudelten dann auch weitere Simmen, aber auch PKWs ein.

Ein wenig hätte ich nun doch gerne mein Zelt ausgepackt und mal einen Test gemacht, aber andererseits tun mir die Knochen weh und mir graut es ein wenig vorm campen.
Es wird noch Abendprogramm geben, aber das ist dann bestimmt laut und nicht das richtige für meine Psyche.
Ich bin mir aber sicher das die Jungs und Mädels jede Menge Spaß haben werden, da dass Wetter trocken, windstill und relativ warm ist.

Um zwanzig nach fünf machte ich mich wieder auf den Weg.
Vorab schoss ich noch ein Panorama der Zeltwiese und des Vereinshaus, mit Duschen und Toiletten.

Erwartet werden um die sechzig Teilnehmer.
Da wird es heute Abend also noch heiss her gehen. Für Getränke wurde jedenfalls gesorgt.
Ein Kühlcontainer wurde schon einen Tag vorher angeschlossen, so dass es heute den Kasten Bier (20€) schön gekühlt gibt.

Ich konnte meine Rückfahrt mehr oder weniger geniessen. Es ist Freitag. Es ist schönes Wetter und es ist Feierabend … und ich treibe mich mit ~55KM/h auf den Landstrassen herum und mache mich breit. Das passt einigen nicht.
Andere wiederum … den Brummifahrern, denen ich Platz mache, bedanken sich ganz lieb.
Ich sage auch Danke und wünsche einigen einen schönen Verkehrstod und anderen eine gute Fahrt.

Ziemlich genau zwei Stunden später und mit 140KM mehr auf der Uhr, war ich wieder zuhause und genoss, ab halb acht, den Abend.

Morgen früh habe ich mich für 10 Uhr angemeldet … ich bezweifel das ich es morgens aus dem Bett schaffe. Die Nächte zuvor waren so laut und mies, dass ich akuten Schlafmangel habe.
Schauen wir mal. Ich rechne jedoch eher zur Mittagszeit mit mir. smile

Gutes Nächtle (es ist nun halb elf),
der Micha

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Och Mensch

… nun scheint die Sonne endlich wieder … und ich habe Trude rausgeschoben, um endlich die Motoraufhängung zu machen.

Und was ist?
Die Mutter ist so blöde angebracht das ich eine 13er Nuss brauche, aber nur bis 12er besitze.
Also muss ich warten bis der Nachbar da ist.
Zum ersten Mal, komme ich mal nicht einfach an was heran und schon fehlt mir das Werkzeug.

Die Mutter sitzt zwischen einem gekrümmten Blech. Leider komme ich da nicht heran, da der Motor im Weg ist. Auch einen Schlüssel kann ich da nicht einklemmen.
Naja, eine 13er Nuss werde ich wohl noch auftreiben.

Prinzipiell hätte ich ja eine gekauft, aber da ich schon mal „unter“ Trude lag, habe ich auch gleich den Krümmer geöffnet und nach den Dichtungsringen geschaut.
Überall wird beschrieben das man zwei Kupferringe einlegen soll, damit er besser abdichtet.
Ich hatte nur einen drin und stellte fest, das der Krümmer relativ einfach um einige Millimeter zu bewegen ist. Er kam mir ja die ganze Zeit viel zu laut vor, ich bin mal gespannt wie er sich nachher anhört.
Allerdings muss das auch warten, da mein Nachbar meinen Krümmerschlüssel hat.
Auf bekam ich ihn ja, aber nicht mehr fest genug zu gedreht.
Naja. Spätestens morgen werde ich das wohl alles auf die Kette haben.

Da ich schonmal dran war, fiel mir auf dass der Vergaser aus der Wanne ganz leicht Sprit verliert und der Benzinhahn hatte sich auch schon gelockert.
Den Benzinhahn habe ich wieder fest (auch mit Schraubensicherung), aber die Vergaserwanne muss warten bis ich eine neue Dichtung habe. Dann nehme ich den nochmal komplett raus und werde dann wohl auch den Schwimmer prüfen.
Durch Auspuff und Vergaser zieht die Maschine Falschluft, was die etwas geringere Geschwindigkeit erklärt.
Sie fährt zur Zeit, laut Navi, um die 53 KM/h. Was ja gut ist, aber wenn es wieder nahe der 60 gehen würde, wäre ich glücklicher.

Ich habe sie nun, in der Mittagshitze, ersteinmal abgedeckt.
Mal schauen wann Viktor wieder da ist.
Das Wetter ist heute jedenfalls sommerlich.

Update

Nachdem mein Nachbar zum Mittag von Schicht kam, konnte ich mir eine 13er Nuss ausleihen (inklusive passender 1″ Knarre) und mich ans lösen der Motorhalterung begeben.

Links festhalten, rechts festhalten, von oben sichern und von unten gegenhalten … man müsste mindestens 4 Arme und zwei Klemmen haben.
Die Schraube raus ging dann noch relativ einfach … aber die Hülse samt Gummi auszutreiben, bedurfte der Hilfe des Nachbarn. Das ging nur mit angesetztem grossen Schraubendreher und ein paar kräftigen Hammerschlägen, während die Gegenseite festgehalten wurde.

Nun kam der umgekehrte „Spaß“ … alles wieder einbauen.
Ein Alptraum.
Wenn die Hülse im Gummi sitzt bekomme ich das Gummi nicht in die Aufnahme.
Wenn das Gummi in der Aufnahme sitzt, bekomme ich die Hülse nicht mehr durch.
Der pure Horror.

Vier Stunden später, war ich nicht nur mit den Nerven runter, sondern die Aufnahme auch wieder fest drin. Trotz jeder Menge ölen mit Silikonanteil, hat sich das Lagergummi etwas verzogen. Ich lasse es so, denn weitere vier oder mehr Stunden überlebe ich nicht. Ausserdem sind die beiden Gummis eh schon angegriffen, durch die ganzen Fehlversuche.

Ich habe zusätzlich den alten rechten Gummi nach der Aufnahme eingesetzt.
Man sieht schön das die Aussenfläche bereits komplett gebrochen und gerissen ist. Inwiefern er noch seine Arbeit erledigt hat, werde ich erst wissen, wenn ich die Maschine anlasse.

Damit ich halbwegs freie Bahn beim schrauben, pressen, schieben, drücken hatte, nahm ich die komplette Auspuffanlage wieder ab.
Ich
weiß nicht ob der Blick in den Auslass nun bedeutet das da zuviel
Schmodder drin sitzt, oder ob das so in Ordnung geht, jedenfalls konnte
ich mal einen weiteren Blick werfen.
Ich glaube das ich zu Beginn, in der Wohnung, ein Foto vom Auslass gemacht hatte … muss ich doch mal suchen.
Im Januar hatte ich ein Bild gemacht, als ich den Krümmer frisch ab hatte.
Alles voller Öl. Einerseits gut, weil es den Kolben vor Rost schützte, andererseits sieht mein „Verbrennungsfenster“ dann wohl doch besser aus. (glaube ich)

Leider ist mir bei der Arbeit der Sicherungshaken vom Krümmer-Sicherungsring abgefallen.
Klarer Fall von Materialermüdung. Gerade mal ein einfacher Schweisspunkt war an diesem Haken dran. (Das Ding oben links an der Schelle)

Der Nachbar will es schweissen. Ich fürchte allerdings das er es falsch anschweisst, aber es gibt schlimmeres. Denn ich muß sowieso noch eine Bestellung aufgeben.

Jedenfalls hat Trude mal wieder keinen Auspuff drunter.

Ersteinmal einen schönen Tag wünschend,
der Micha

Update

Heute, einen Tag drauf, brachte mir Viktor den geschweissten Sicherungsring. Leider hat er ihn falsch herum angeschweisst. Man hätte es gestern nochmal genauer anschauen sollen.
Naja. Ein 2,55€ Teil.
Viktor meinte aber das er es durchaus noch biegen könne und es dann auch halten wird.
Die Schweissnaht hält auf jeden Fall und Viktor bog es zurecht.

Mit seiner Hilfe brachten wir dann den Auspuff  wieder fest an und testeten ob er sich leiser anhört, oder ob er am Krümmer noch Luft rauslässt. Ich finde das er sich im Stand immer noch gleich anhört, allerdings wackelt er nun nicht mehr und hat somit auch keine Falschluft mehr.
Beim einfachen Anlassen konnte ich nun nicht sagen, ob die Vibrationen noch da sind, oder ob es sich stark gebessert hat.
Morgen weiß ich mehr, denn heute hat es hier leider wieder einen Regentag. Juhuuu sad

Und wenn ich die Karre auseinander baue um sie komplett abstrahlen und pulvern zu lassen, muß ich das Ganze nochmal machen. Allerdings werde ich es dann besser und „einfacher“ machen können, da ich dann die Schwinge komplett habe.
Dann werde ich auch die hinteren Lager wechseln.

Aber ehrlich gesagt bin ich keine Sekunde heiss darauf, die Maschine auseinander bauen zu müssen.
Nun schauen „wir“ erst einmal was es gebracht hat.

Ich wünsche euch das Beste.
Liebe Grüße,
der Micha

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