Habe ich nun endlich alles beieinander?

Wer mich kennt, kann die Frage mit einem klaren „NEIN“ beantworten, alle Anderen versuche ich abzulenken, indem ich auf die Ersatzteillieferung für Trude verweise.

Heute kam eine Lieferung aus Oldenburg .
Leider ist dort eine neue Batterie bei, die ich beim letzten mal falsch bestellte. Das bedeutet eine Ausgabe für den Paketversand von 6,90€, bevor ich die 34,06€ wieder gutgeschrieben bekomme.
Über 30€ zusätzlich, sind am Monatsende nicht wirklich prickelnd, aber in dem Fall trifft mich die komplette Schuld.

01 Batterie 12V 5,5Ah inkl. Säure SOTEX
02 Verbindungsmuffe
03 Gummizwischenlage für kurze Auspuffanlage
04 Bremshebel, vorne
05 Gummischeibe 12,5x18x3 für Bremsnocken
06 SET – Normteile Vergaserflansch

Kaum zu glauben das diese Kleinteillieferung mit ~50€ zu Buche schlägt.
Theoretisch komme ich nun als Nächstes zum entrosten und neulacken, aber … warten wir mal lieber ab.

Tuxie wird wohl zwischen dem 08. – 10.02.2013 abgeholt.

Während des Tages, war ich mehr als ausreichend damit beschäftigt die Bowdenzüge zu befestigen und neu zu verlegen.
Am Vorderrad habe ich nun auch den Bremshebel ausgetauscht. Obgleich ich den Zug genauso anbrachte wie der bisherige verlegt war, hat dieser nun viel Spiel. Das muss ich mir die Tage nochmal genauer anschauen und eventuell neu verlegen.

Das Vorderrad bremst zwar, hat aber nicht den Biss, wie mit dem alten Bowdenzug.
Sicherheitshalber habe ich mir nochmal angeschaut ob ich das richtige bestellt habe. Laut Rechnung ja.
Ausgetauscht habe ich nun den besagten Bremszug vorne, den Gaszug, den Kupplungszug und den Zug vom Kaltstarter. Den hinteren Bremszug werde ich wohl morgen wechseln, da ich hinten sowieso noch die Kettenspanner anbringen muss. Der linke Kettenspanner ist komplett weggerostet. Ersatz liegt schon hier.

Alle Bowdenzüge haben nun weitaus mehr Spiel als vorher. Mal schauen ob das gut geht und ich es alleine, mit digitaler Hilfe im Forum, hin bekomme. Alle Züge in einer Werkstatt einzurichten und die Maschine fein abzustimmen, kostet bestimmt eine Kleinigkeit. Davon abgesehen habe ich ja bisher keine vertrauensvolle Werkstatt gefunden. Naja. Erstmal selber machen.

Bevor ich den Kupplungszug anbringen konnte, musste der Lima-Deckel wieder drauf.
Leider habe ich noch keine Ersatzschrauben. Da er aber nicht komplett dicht sein muss, reicht es wenn ich die alten Schrauben zunächst handfest drehe.

Da ich sowieso gerade in der Höhe war, wechselte ich auch den unteren Auspuffgummi aus.

Dieses rote Gummi unterhalb kostet ernsthaft über drei Euro. Ich hoffe das hält dann auch mindestens 10Tsd Kilometer. smile

Danach begab ich mich dann an den Ansaugstutzen und den Vergaser. Ein schreckliches Gefummel ist es den Vergaser an dem Flansch festzuschrauben. Wo ansonsten bei der Maschine alles sehr gut zugänglich ist, haben sie dabei entweder spezielles Werkzeug gehabt, oder aber nicht die richtige Idee.
Wie auch immer … eine halbe Stunde später, hatte ich ihn fest und einen dichten Stutzen dazwischen.

Als Letztes habe ich noch die Batterie testweise eingesetzt. Sie ist allerdings noch nicht mit Säure aufgefüllt, sondern nur trocken vorgeladen. Befüllen werde ich sie erst draussen.

Der weisse Kasten unterhalb des Gummis, ist der Glühlampenersatzkasten inklusive Reserve-Halogen und ein paar Sicherungen.

Ich hoffe sehr, dass ich es niemals unterwegs brauche.

Damit ist dann der Tag auch beinahe erledigt.
Am Sitzbezug versuchte ich mich heute auch noch ein paar Mal und probierte verschiedene Möglichkeiten durch. Am wahrscheinlichsten wird es sein, das ich Ösen einfüge und den Bezug unterhalb, mittels langer Schnürsenkel binde. Das letzte Wort ist da aber noch nicht gesprochen.

Morgen geht es also mit der Hinterradbremse weiter und dann muss ich mir mal langsam Gedanken um Rostentfernung und Lackierung machen.

Alles zu seiner Zeit.
Ich bin immer noch (… ein bisschen …) zuversichtlich. laugh

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Ein Seufzer

Moin ihr Lieben.

Da man mich schon fragte ob ich mittlerweile genug vom nähen und sticken habe, vermelde ich ein klares „Nein“.

Meine NäMa steht immer noch in direkter Umgebung neben dem PC-Tisch und mein Interesse ist in keinster Weise gebrochen. Genausowenig mangelt es mir an Projekten … aber (war ja klar) … ich komme derzeit einfach nicht dazu.

Zur Zeit gleicht mein Wohnzimmer, eher einer Motorradwerkstatt, denn einem kreativen Platz, an dem ich mit der Muse rumknutsche.

Ich denke mal, dass das Bild alles erklärt.
Bis April/Mai muss mein Stickgarn noch auf mich warten und meine Geburtstagskinder, müssen sich in Geduld üben.

Und somit, um auf den Titel zurück zu kommen, entweicht mir ab und an ein Seufzer, wenn ich zum Sternchen herüber schaue.

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Das Öl läuft zwar raus …

… aber nicht hinter dem Ritzel, sondern aus der Aufnahme (=Abtriebswelle) der Ritzel.

Ich habe nun im Forum nach folgendem gefragt:
A) Ich
bekomme das Sicherungsblech, welches die Mutter hält, nicht zurück
gebogen. Wie würde man es machen, ohne die Aufnahme zu zerstören?

B) Wie heisst die Aufnahme wo die Ritzel aufsitzen? (also das „Rohr“)

C) Das Öl läuft aus der Aufnahme und nicht hinter dem Ritzel heraus. Muss ich dann überhaupt das Ritzel abnehmen?

Man hat mir bereits geantwortet, dass das Ritzel auf der Abtriebswelle sitzt und ich den Wellendichtring (Simmerring) nicht wechseln brauche, wenn hinter dem Ritzel nichts heraus läuft.
Ich habe wohl schlicht und einfach zuviel Öl eingefüllt. Laut Handbuch soll ich bis zur Unterkante der Ölkontrollschraube einfüllen … laut den Schraubern, maximal 400ml. Das ist ein riesen Unterschied.

Aber wie das so ist, wenn man keine Ahnung hat. Lieber zuviel als zuwenig Öl rein.

So sieht es derzeit in meinem Wohnzimmer aus. Gemütlich ist anders.

Die Satteldecke bekomme ich beim Sitz nicht drauf. Der Mitarbeiter von ostoase rief immer noch nicht zurück. Darum ist die Sitzbank auch immer noch abgeschraubt.
Wie ich heute sehe, fehlen mir auf dem Bodenblech doch mehr Halteplättchen (die wohl schon früher rausbrachen), als zunächst gesichtet.
Ein neues Bodenblech würde mich ~60 Euro kosten. Da es ansonsten noch okay ist, sehe ich die Ausgabe definitv nicht ein. Irgendwie werde ich mir mit dem Sitzbezug schon zu helfen wissen.
Wahrscheinlich werde ich Ösen in den Bezug machen und ihn unterhalb festbinden oder an Federn einhängen. Mal schauen was mir da so unter kommt.

Kupplungs- und Vorderbremsenzug habe ich bereits ausgewechselt.
Die Tachowelle müsste ich extra kaufen (~20 €) und belasse es bei der jetzigen, die noch einen guten Eindruck macht.
Der alte Kupplungshandhebel ist draussen … der abgebrochene Bremshebel vorne, lässt sich derzeit nicht lösen. Die Schraube bewegt sich keinen Millimeter.
Sich nicht bewegende Schrauben ist ein Dauerthema an dem alten Schätzchen … egal … ich schaff das.
*gmblfx und draufhau
;-)

Am Abend konnte ich vor lauter Informationssammelei zur Simson, die Finger nicht stillhalten.
Die Bowdenzüge habe ich bestellt, da sich am Gasgriff, schon einzelne Drähte herausschoben. Ein untrügliches Zeichen für A) Pfusch beim Zusammenbau oder aber, was wahrscheinlicher ist B) das der Zug sich auflöst.
Nachdem ich die Schraube (relativ flott. Danke!) herunter hatte,

dachte ich mir, da spleisst es ein wenig, wird zwar Zeit aber wird wohl noch ein paar tausend Kilometer halten.
Als ich ihn dann oben ausgehangen hatte …

war die Sache, ganz schnell, glaskar.
Der hätte mich nicht mal mehr meine Ersttour zu Ende fahren lassen. Schwein gehabt.

Da ich den Deckel nicht mehr richtig auf den Vergaser bekam, verglich ich ihn mit dem neuen Vergaser, den ich schon lange hier liegen habe … und ich stellte fest das er ganz anders aufgebaut ist.
Naja, dachte ich mir … ist ja kein Problem. Der Nachbar hatte mir zwar gesagt das ich den Vergaser nicht am Flansch abbauen solle, aber anders geht das ja gar nicht.
Ausserdem ist hinten am Luftflilter, jede Menge Klebeband. Ich glaube kaum das es Original so ist.

Nachdem ich meterweise das Klebenband ab hatte, sah ich auch warum es da ist.

Ich habe den Bereich zur besseren Sichtbarkeit aufgehellt.
Sooo, fährt die Karre natürlich nicht ohne Klebeband. War ja klar das mich noch einige Überraschungen erwarten. Ich kann nur hoffen das sie den Flansch nicht versemmelt haben. Die Schrauben sind zumindest nicht Original.

Dummerweise weiss ich nun nicht, ob der gekauft Vergaser bereits eingestellt ist.
Ich werde mal beim Versender nachfragen müssen.
Letztenendes ist an der Maschine beinahe alles Wichtige gegen Neu getauscht worden, so dass ich nicht ohne Weiteres nachvollziehen kann, woran es liegt, wenn sie nicht anspringt.

Vom Motor lasse ich zumindest erstmal die Finger, sonst wird das dieses Jahr nichts mehr mit einer funktionsfähigen Maschine.
*TiefDurchAtme

Nach dem Abziehen des Vergasers, hatte ich einen Bing-Vergaser (17/15/1105 zu ~74 Euro) in der Hand. Der wird zwar auch verkauft, macht aber (laut Foreneinträge) viel Ärger und ist nicht der Original-BVF-Vergaser (16N-3-2 zu ~36 Euro). Von Tuning hat der Nachbar nichts gesagt, aber wenn ich den Vergaser sehe und was mit der Maschine passiert ist, kann ich nur noch hoffen, dass Zylinder und Kolben okay sind.

Da der neue Vergaser direkt auf den Flansch muss, muss das Zwischenstück sowieso ab. Also schraubte ich dieses ab, obgleich der Nachbar sagte, das ich da nicht dran dürfe.
So ein Unsinn. Es ist gottseidank nur ein ganz normales Zwischenstück, ohne das die Schraubenbohrungen verändert wurden.

Den neuen Vergaser habe ich dann schonmal locker angeschraubt, damit ich keine Kleinteile verliere und auch schauen kann, ob die Dichtung passt.

Optisch ist soweit erst einmal alles gut. Das Verbindungsstück zum Luftfilter muss natürlich noch beschafft werden.

Für Heute mach ich Feierabend und versuche mich mit einem Tee, auch wegen meiner lauten Vermieter, zu beruhigen.

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Es geht in die letzten Runden

Dank Elke und den Anderen, die mir finanzielle Unterstützung anboten, konnte ich meine Bestellung vorziehen und somit, den Versuch beginnen, dem tropfenden Getriebeöl Einhalt zu gebieten.
Nur damit man mal eine Vorstellung bekommt: Der Gegenwert der Lieferung beläuft sich auf 120 Euro.
Für mich ist das unheimlich viel Geld, welches ich Monat für Monat abspare.
Die Lieferung der OstOase kam gewohnt schnell und gut verpackt an.
Wenn man eine grosse Tüte voll Kleinkram hat, sitzt man ersteinmal davor und fragt sich, was da wohl zu was gehört. Allerdings sind zusammengehörige Bauteile nochmals in kleinen Tüten verpackt, so dass das zuordnen doch relativ schnell geht.
Auf dem Foto habe ich bereits alles soweit ausgepackt, bereit gelegt und numeriert.
Das mache ich nicht nur für euch, sondern auch für mich. Allzuschnell hat man das Eine mit dem Anderen vermischt und blickt nicht mehr durch. Durch das Foto kann ich jederzeit nachschauen was ich da eigentlich in vergessenen Tüten habe.

01 Batterie 12V 5,5Ah inkl. Säure SOTEX
02 Destilliertes Wasser – 2 x 1L
03 Batteriesäure-Trichter
04 Haltebügel für Batterie
05 ADDINOL Getriebeöl 0,6L SAE GL80W
06 Sitzbezug schwarz Strukturiert „SIMSON“
07 Gummipilz klein für Sitzbank – 4 Stück
08 SET Wellendichtringe VITON – 4 Stück
09 SET Bowdenzug – 5 Züge
10 Gummikappe Regenschutzkappe für Bowdenzug  – 4 Stück
11 SET Handhebel Plastik + Kleinteile
12 Gummischeibe für Radlagerabdeckung – 2 Stück
13 Bremshebel hinten
14 Kettenspanner
15 Kickstarter Chrom
16 SET Befestigungsteile für beideTrittbretter (Alu Original)
17 ISK-Set Bremshebel am Bremsschild vorn/hinten
18 SET Steckachse für Gabelholme
19 Federscheibe B12 für Steckachse & Schwinglagerbolzen

Ein paar Teile habe ich wieder einmal vergessen zu bestellen … allerdings nur Austauschteile, die sich auch noch später wechseln lassen.

Bei der neuen Arbeit liegt mir nun der Austausch der Simmerringe und der Bowdenzüge im Magen.
Mal schauen wie ich klar komme.

Ich bin zuversichtlich … smile

Zunächst einmal begann ich die Maschine wieder auf eigene Beine zu stellen.
Sprich: Ich wechselte (vorsichtshalber) die Steckachse des Vorderrades, gegen eine Neue aus.



 Die Aktion war relativ unspektakulär.

Da ich genug Ersatzteile zu verbauen habe, begab ich mich als Nächstes an den Kickstarter.
Der alte ist nicht nur verrostet, sondern klappt auch nicht mehr ein.



 Auch hierbei gab es keinen nennenswerten Probleme.

Bevor ich mich an das Motorgehäuse mache, bin ich feige und versuche ersteinmal den Sitz neu zu beziehen.
Ist ja auch wichtig ;-)
Das bisherige Leder ist mit Halteklammern aus Metall befestigt.

Leider sind sie schon angegammelt, so dass mir beim lösen, direkt mal 4 Stück weg brachen.
Danach maß ich dann den Schaumstoff aus. Man kann zwar auch, für cirka 30€, einen neuen Einsatz kaufen, aber falls ich mal auf festen günstigen Schaumstoff stosse, habe ich die Maße parat.

Nach dem ausmessen, nahm ich mir den neuen Bezug zur Hand und zog ihn von vorne über. Theoretisch passt er. Vorne und hinten ist es knappkantig, aber das ist ja okay … allerdings passt er nicht seitlich.
Wenn ich die eine Seite festmache, komme ich auf der anderen Seite gerade mal bis knapp über die Kante. Zu wenig um sie unten mit den Klammern zu befestigen.
Ganz egal wie sehr ich zerrte (kurz vor „ab“) … es wurde nichts.
Also nahm ich mir das Telefon, rief die Firma an und fragte nach was ich wohl falsch mache.
Man nahm mein Problem zur Kenntnis und teilte mir mit, dass man es Vorort austesten möchte. Danach werde man mich wieder anrufen, um zu besprechen wie es weiter geht.
Das war gegen 13Uhr. Nun ist beinahe 17 Uhr. Naja. Warte ich halt bis morgen.

In der Zeit könnte ich mich ja schon mal testweise an den Motordeckel, beziehungsweise an das vorherige Aushängen von Tachowelle und Kupplungsbowdenzug machen.
Gedacht, gebetet, getan.
Die Tachowelle war simpel. Nur unten die Mutter abdrehen und schon kann sie herausgezogen werden.
Ganz im Gegensatz dazu lief die Sache mit der Kupplung.
Ich zog wie ein Irrer, bekam aber die Hülle nicht weit genug aus dem Widerlager, um den Zug herauszuziehen.
Irgendwie müsste man den Kupplungshebel am Motorgehäuse zurückziehen … alleine und mit links, geht das jedenfalls bei mir nicht.
Da ich die Züge sowieso alle wechseln will (muss), habe ich den Zug am Hebel ausgehangen.
Selbst dort war es noch eine grosse Aktion, da ich sowas noch nie gemacht hatte.
Nachdem er oben weg war, bekam ich ihn unten auch endlich heraus.



 (Links=Tachowelle / Rechts=Kupplungsbowdenzug)

Da die beiden Züge nun draussen sind, begab ich mich an die drei Schrauben (oben/links, rechts und unten/links).
Theoretisch.
Praktisch löste sich bis jetzt, lediglich die untere Schraube. Die beiden anderen sitzen bombenfest.
Da ich keinen Schlagschrauber hier habe, muss mal wieder WD40 ran.
Für heute habe ich genug. Morgen versuche ich es nochmal.
….
Natürlich versuche ich doch, alle paar Minuten, die Schrauben frei zu bekommen … erfolglos)
Ebenso erfolglos verläuft der Versuch den vorderen Bremszug zu lösen.
Ein Handschlagschraubendreher ist definitiv angesagt. Morgen werde ich versuchen einen bei Toom zu kaufen.
Meine Herren … laufend was Neues. Der nächste Monat hat noch nicht mal begonnen und bei mir endet schon die Haushaltskasse. Laufend hier einen zwanziger und da nen zehner … das kann ich kaum noch auffangen. Ich lebe ja schon auf extremst niedrigem Niveau, damit die Karre fertig wird, aber im Moment könnte ich nur heulen, weil ich kein Ende sehe und das monatelange einsparen an die Substanz geht. (sooo … einmal Frust wegschreiben)

22:00 Uhr … der Limadeckel ist ab. Die obere und rechte Schraube haben sich mit dosierter Gewalt zur Aufgabe überreden lassen. Die obere Schraube muss ich allerdings demnächst ersetzen.

Im Deckel stand noch richtig die Suppe drin. Felgenreiniger und eine Vielzahl Lappen halfen bei der Reinigung (dafür sind nun meine Hände und Fingernägel schwarz).

Alles soweit, sogut. Aber wo ist denn nun der zu tauschende Simmerring?
Ich seh nichts. Darum frage ich nun mal wieder im Forum nach.

Meine nächste Bestellung an Dingen die ich brauche wächst auch schon wieder.
Ob ich wenigstens im April mit Trude los komme? Ich weiss es nicht mehr.
Der Wiederaufbau gestaltet sich sehr viel komplizierter und teurer als erwartet.
Die im Januar investierten 120€ in ein notwendiges Möbel, machen sich nun arg bemerkbar.

Morgen ist bestimmt alles wieder gut.

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Das Getriebeöl fliesst aus dem Kettenschutzschlauch

Tja. Das ist ein selbstverschuldetes Drama.
Ich kam ja auf die dumme und gleichzeitig sehr hilfreiche Idee, die Maschine auf die rechte Seite zu legen. Dadurch bekam ich dann endlich die verrosteten Schrauben an den Trittbrettern und den Krümmer ab.
Aber … dadurch floss das Getriebeöl in den Limadeckel, den Kettenkasten und letztendlich in den Kettenschlauch. Nun ist Kette zwar hübsch geölt, aber die Suppe läuft mir seitdem aus der Maschine.

Nachdem ich die Maschine wieder aufgerichtet hatte und es einen Tag mehr oder weniger trocken blieb, füllte ich cirka 400ml wieder auf.
Und seitdem tropft es wieder. Nicht so sturzflutartig, wie nach dem Aufrichten, aber es tropft.
Klarer Fall von Simmerring dachte ich mir so.
Da ich aber zu wenig Wissen habe, fragte ich im Forum nach.
Mein Verdacht wurde bestätigt. Entweder ich warte bis es aufhört, fülle nach und hoffe darauf das es lediglich durchs liegen zum Ölfluss kam, oder aber ich muss an den Limadeckel.

Oha. Ich wollte eigentlich gar nicht so genau die Lima in Augenschein nehmen.
Aber hilft nichts.
Ich bekam auch, nachdem man mir den Kopf gewaschen hat, niemals wieder eine Maschine lange hin zu legen, eine gute Schritt für Schritt Anleitung.

Wenn da so das Öl rausläft dürfte gar kein Simmering mehr drin
sein.
Das beide Trittbretter schon ab sind ist gar nicht so
schlecht.
Jetzt hockst du dich auf der rechten Seite des Mopeds so hin
das du genau auf den Seitendeckel schaust.
Oben drauf läuft der
Bowdenzug für die Kupplung, den nimmst du an der schwarzen Hülle in die
Hand und zieht ihn mit etwas Kraft aus dem kleinen Widerlager, wo die
Hülle eingehängt ist, und hängst ihn somit aus, musst ihn aber nicht aus
dem Metallkupplungshebel aushaken.
Vorsicht, den Bowdenzug nicht
knicken, sonst brauchst du ´nen neuen!
An der Tachowelle hast du eine
kleine Überwurfmutter, die drehst du ab und ziehst die Tachowelle nach
oben heraus. Wenn du die Überwurfmutter nicht mit der Hand abbekommst
kannst du auch mit einer Zange etwas nachhelfen, aber nicht zu fest
drücken, ist meist nur Plastik.
Jetzt hast du nur noch drei Schrauben an
dem Seitendeckel zu entfernen, eine Schraube ist oben, eine ist vorn
und eine unten.
Merk dir gut wo welche drin waren, glaube die sind
unterschiedlich lang.
Wenn die drei Schrauben rausgedreht sind ziehst du
den Deckel einfach in deine Richtung ab. Das war es auch schon.
Nun
siehst du vorn die Zündung und hinten das Antriebsritzel.
Jetzt kannst
du auch sehen wo dein Öl rausgelaufen ist.
Mach alles schön sauber mit
Bremsenreiniger und Putzlappen und das war es dann auch schon.
Dann
kannst du alles wieder zusammenbauen.

Da kann ja eigentlich nicht viel schief gehen.
Aber Bammel habe ich schon.

Sobald die Ersatzteile da sind (ich ziehe die Bestellung für März vor und hoffe darauf das nichts neues passiert), versuche ich mich an meiner ersten Motor(deckel)öffnung. Der versierte Schrauber lacht nun sicherlich und fragt sich, was ich da für ne Welle drum mache.
Tja, irgendwann muss man wohl mal anfangen.
(Und wenn ich wieder an Tuxies-Möchtegern-Schrauberbuden denke, dann ist das eine gute Entscheidung)

Nachtrag:
Eigentlich wehre ich mich schon die ganze Zeit die Angebote meiner Freunde und Bekannten anzunehmen und ersteinmal die Kosten für die Ersatzteile zu übernehmen. Ich könnte dann die Leihgabe in Raten abtragen.
Das ist zwar toll und praktisch, weil ich dann sofort alles auf einmal machen könnte, aber ich will das nicht. Mein Budget ist halt mager und die Reparatur einer Simme ist zwar wichtig, aber nicht lebensnotwendig. Wenn mir die Waschmaschine verreckt, dann bräuchte ich so ein Hilfsangebot viel dringender.

Nichtsdestotrotz muss ich diese Limageschichte recht schnell hinter mich bringen.
Bis Monatsanfang ist es noch etwas über eine Woche. Bis dann die Ware da ist, sind es 2 Wochen.
Bis dahin ist wohl mein Getriebeöl wieder leer.
Also nahm ich das Angebot meiner Ex an und bestellte bereits vorzeitig meine Märzlieferung, da ich nicht Willens bin für die Simmeringe (3,30€) extra 7 Euro Portokosten zu zahlen.
Ausserdem bekomme ich bei der Bestellung noch 0,6 Liter Getriebeöl als Werbegeschenk mitgeliefert.
Kann ich wohl brauchen. smile

Damit bin ich nun auf 433,16 Euro an Ersatzteilen. Meine gedachten 500 Euro sind beinahe erreicht.
Es soll wohl vorerst die letzte notwendige Bestellung sein, aber noch weiss ich das nicht.
Auf meinem „Wunschzettel“ stehen noch viele Dinge, die ich mit der Zeit bestellen und bei Bedarf verbauen werde. Aber bevor ich den Motor regeneriere oder die Lager wechsel, muss jeniges sich ersteinmal als defekt erweisen.
Da ich aber auch auf Touren selber schrauben „möchte“, muss ich nach und nach die Maschine und die Mechanik kennenlernen.

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Was man nicht weiss, kann Zeit kosten

Ich habe mittlerweile die hinteren Blinker und das Bremslicht neu verkabelt und angebracht.
Desweiteren hatte ich den Frontscheinwerfer ab und müsste eigentlich mal testen, ob alles so funktioniert wie es soll.
Leider fehlt mir die Batterie. Der Nachbar und sein Bruder haben die Maschine wohl nur zum verheizen „gefahren“.
Ich dachte schon daran Tuxies Batterie zu nehmen, aber da die Maschine derzeit in der Bucht zum Verkauf steht, lasse ich das mal lieber.

Im Geiste hatte ich mich schon darauf eingerichtet, dass ich es frühestens nächsten Monat, nach der nächsten Ersatzteilbestellung, testen könne … da fiel mir ein, das ich ein geregeltes Netzteil aus dem Modellbau besitze. Das liefert zwar 13,4 Volt, aber die Differenz sollten gute Bauteile aushalten. Beim aufschalten ergeben sich in der Regel viel höhere Ströme, allerdings sind diese auch nicht dauerhaft.

Aber mal ehrlich … was soll passieren?
Wenn mir die Kabel abrauchen, muss ich einen neuen Kabelbaum kaufen. Kostet nicht die Welt, ist aber ne Menge Arbeit. Da die Maschine derzeit im Warmen steht und ich sowieso noch nicht damit fertig bin, wäre eine weitere Verzögerung, maximal „schade“.

Gedacht, gesucht (meine Abstellkammer ist sowas von extrem übervoll), gefunden … und
angeschlossen.

Die Kabel von Plus und Minus angeschlossen … den Zündschalter rein und … das Display leuchtet und zeigt mir den Leerlauf an.

Ob die Blinker gehen?
Taster nach links … mit Verzögerung gehen mit Geklacker des Schaltgebers die linken einwandfrei.
Das selbe nach rechts. Alles bestens.
Hupe hab ich auch. Ob ich mal drauf drücken soll? *drück
HUUUUPPPP
Weia … ist das ein Ding. ;)

Das Standlicht im Frontscheinwerfer leuchtet auch … aber wieso leuchtet die Halogenbirne nicht?
Und Rücklicht leuchtet ebenfalls nicht. Auch kein Bremslicht.
Merde!

Also, vorne und hinten wieder alles aufmachen und abbauen und durchmessen und hoffen das man den Fehler findet. (Soooo fit bin ich ja nun an der Simme noch längst nicht, das ich Fehler diagnostizieren könnte).
Gesagt, getan … und Stunden später, nichts gefunden. (*Mist blöder)

Also muss das gute Internet wieder herhalten und die dazugehörigen Foren.
Ich suchte und suchte, bis ich auf einen Foreneintrag im Oldenburger-Forum traf.
Dort wird beschrieben das Rücklicht und Scheinwerfer nur bei laufendem Motor in Betrieb sind.
Ich hätte mich erstmal setzen müssen, wenn ich nicht sowieso sitzen würde.
Da hatte ich den ganzen Tag mit Fehlersuche und schrauben verbracht, für nichts und wider nichts.
*grmblfx
Ich fragte dann welche Möglichkeit es gäbe, dass ohne laufenden Motor zu testen.
Eine Antwort kam prompt. Dennoch testete ich das erst heute am Tage aus, da dass Licht bei mir unzureichend ist.

Ich habe, (aus meinen RC-Modellbau-Tagen) ein geregeltes 13,4V Netzteil an die benannten Kabel angehangen.
Abgegriffen hatte ich direkt, wie im Forum vorgeschlagen, am Leitungsverbinder.
Bei mir liegt das Rücklicht auf der rechten Seite (grau und schwarz/rot) und der Scheinwerfer (schwarz/weiss) auf der linken Seite.
Stand- und Fernlicht konnte ich dann ganz normal am Griff-Schalter wechseln.

Zunächst einmal testete ich das Rück- und Bremslicht. Alles okay.
Da sowohl Rück-, als auch Frontlicht nur bei laufendem Motor funktionieren, konnte ich es lediglich direkt testen, indem ich die entsprechenden Kabel abzog und auf Plus legte.
Beide Lichter leuchteten hinten auf, wenn ich die Zuileitung wechselte. Somit ist schonmal kein Kabelbruch, oder eine kalte Lötstelle vom Verteiler bis zum Verbraucher vorhanden.
Ob der Bremslichtschalter okay ist, oder ob insgesamt ein Kriechstrom im System ist, kann ich dadurch nicht sagen.

Nach dem Rücklicht, testete ich dann den Halogenscheinwerfer (HS1).
WOW. Das nenn ich mal Beleuchtung. Da macht das fahren in der Nacht endlich mal Laune, weil man nicht 90 Prozent im Blindflug unterwegs ist.

Die Leuchtweite muss ich noch regulieren. Das habe ich im Moment nur Pi mal Daumen eingeschraubt.
Vielleicht lasse ich mir sie auch direkt vom TÜV oder bei der Dekra einmessen. Mal schauen.

Es sind noch etliche Dinge zu machen. Unter anderem auch der Austausch aller Bowdenzüge.
Letztlich steht bereits eine Bestellung von 130 Euro auf dem Zettel.
Wenn ich mir anschaue was noch alles ausgetauscht werden muss/kann/soll, werde ich für die Maschine sicherlich unter 1000 Euro bleiben, habe dann aber mehr oder weniger eine komplett neue Maschine.
Aber das ist Zukunft …
Nun bin ich ersteinmal dabei eine halbwegs vergammelte Simson wieder ins Leben zu bringen.

Und wenn ich mir das so anschaue, dann bin ich zufrieden mit meinem Werk. smile

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Wo ist denn hier Platz für den Navi?

Wie schon bei Tuxie, musste ich mir erstmal Gedanken darum machen, wo ich welche Navihalterung befestige.
Am liebsten wäre mir ein Lenkerquerträger mit ordentlichem Innenmass, wo man das ganze „Spielzeug“ (zB: Navi, Kamera, Thermometer, etc.) verschrauben kann. Leider hat Trude ebenfalls keinen Querträger, so dass guter Rat nicht vorhanden ist.
Die Knieschalen würden sich zwar anbieten, sind aber leider in die falsche Richtung gebogen.
Ins Blech bohren möchte ich (noch) nicht. Ausserdem wäre der Navi dann sehr tief angebracht. Teilweise fand ich das schon an Tuxie ein Problem. Wenn ich mal intensiver schauen musste, fuhr ich in Blindfahrt.

Irgendwo muss der Navi aber auch an Trude angebracht werden, denn ohne, geht gar nicht.
Mit dem Problem schlug ich mich nun schon ein paar Wochen herum.
Im Netz las ich vom Knieschild (zu tief), vom anbringen auf dem Tachodeckel (verdeckt mir zu viel) und sogar einer Lösung auf dem Handschuh. Dort wurde die Navischale mit einem festen Band angebracht und dann der Navi eingeklickt.
Diese Lösung habe ich weiter verfolgt, fand das aber dann doch zu unpraktisch und zu labberig.
Die Simme soll wohl relativ stark vibrieren (hab ich gelesen).

Heute nahm ich mir dann die verschiedenen Navihalterungen (Lenkerbefestigung und Schwanenhals) und hielt es hier und da und dort ran.
Irgendwie wäre der Navi immer ausserhalb des normalen Sichtfensters. Das wollte ich nicht.
Als ich dann den Schwanenhals am Tacho platzierte, fiel mir der Frontscheinwerfer auf.
So wie sie ist passt weder die Lenkerhalterung noch der Schwanenhals. Etwas modfiziert schien es zu passen.
Ich schraubte das Scheinwerfergehäuse auf, bohrte ein 6mm Loch in den Kunststoff, schnitt mir aus den Resten des alten Felgenbandgummis zwei Dichtringe und setzte die Schraube ein.
Danach setzte ich oberhalb die Halterung an und verband die Brodit-Halterung mit Schraube und versenkter Mutter.
Um es zu stehlen, müsste man es rausbrechen.

Der Lampe passiert nichts. Ob das Felgengummi schmort wird man sehen, aber wenn es verkokelt, ist das halt so.

Beim fahren habe ich damit jedenfalls beste Sicht auf Navi, Tacho und Fahrbahn.
Wenn ich den Windschutz anbringe, muss ich den Bereich um den Scheinwerfer sowieso ausschneiden. Soweit ich das im Moment erkennen kann, wird das kein Problem darstellen.
Und wenn doch, wird mir da eine Lösung zu einfallen. Ist ja schliesslich eine Simson. smile

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