160KM Ausfahrt – Schloss Steinfurt – Offlumer See

http://goo.gl/maps/z5wV

Nach einem halbwegs frustigen Gespräch mit meiner Krankenkasse,
bezüglich eines Zahnarztwechsel, bin ich mit Tuxie einfach drauflos
gefahren.
Den Kopf frei bekommen. In Bad Iburg (es war Zufall das ich dort hin
fuhr), nahm ich meinen Navi heraus und schaute mal in meine Favoriten.
Dort sind Ziele eingespeichert wo ich schon war und wo ich noch hin
will. „Schloss Steinfurt“ fiel mir als einer der ersten Einträge ins
Auge.
War ich schon einmal da? Keine Ahnung. (ja ich war, wie ich später
herausfand). Lustlos lange zu suchen, wollte ich einfach nur Kilometer
machen, also geht es halt nach Steinfurt.
Tuxie bekommt auf der Hinfahrt jede Menge Landstrassen Kilometer und kann mal zeigen was sie aktuell bringt.
Bereits zuhause hatte ich mit der Gemischschraube erneut eine halbe
Umdrehung Lust abgedreht, da sie sich noch ab und an verschluckt und ich
ja noch am experimentieren bin.

Die Unterschiede zwischen einem kalten Motor, einem warmen Motor und
einem heissen sind enorm. Ich werde meine Tuxie lediglich auf einen
guten Kompromiss einstellen (können), aber das ist bisher im Ergebnis
besser als das wofür ich bezahlt habe.

Bis Greven lief sie auf der geraden Landstrasse 61KM/h laut Navi. Bis
sie den Wert erreicht braucht sie jede Menge Anlauf. Ich drehe am
Gashahn aber der Schub der entstehen sollte, entsteht nicht. Bis 20 okay
… bis 45 ein Drama … bis 50 etwas besser … und bis 60 dann
kontinuierlich langsam ansteigend. In der Ebene wohl gemerkt. Kommt am
Anfang ein Hügel, dann bin ich schon froh wenn sie 30KM/h erreicht. Also
alles nicht das gelbe vom Ei. Ich gebe aber zu das ich die Kerze noch
nicht wieder gereinigt habe. Und die 9 Gramm Gewichte sollte ich mal
gegen 8 Gramm tauschen. Naja, alles der Reihe nach.

In Greven hatte ich dann wieder eine Streife im Nacken, die mich aber
denn doch weiter fahren liessen. Ob es der Georgsmarienhütter-Aufkleber
war oder einfach nur das miese Wetter, welches mich bereits auf der
Landstrasse in den Regenkombi schlüpfen lies.
Natürlich nicht während der Fahrt in einem tollen Stunt, sondern unter
dem Vordach einer PKW-Werkstatt die ich anfuhr. Die Jungs guckten zwar
etwas verwundert, sprachen mich aber nicht an und liessen mich machen.

Logisch das der Platzregen, nachdem ich alles an hatte, auch prompt aufhörte. Hätte mich auch gewundert wenn nicht.
Mit dem Kombi war es dennoch besser. Das Teil strahlt noch etwas mehr
als meine Warnweste und ich will mir nicht durch klitschnasse Mopedjacke
eine Grippe einfangen. Die Schuhe waren schon nass, die Jeans feucht.
Nun bleibt alles trocken … aber sehr drückend und warm. Egal.

Kaum in Steinfurt angekommen, erinnerte ich mich auch wieder an das
Schloss. Ja da war ich schon. Einen ausgedehnten Besuch im angrenzenden
Schlossgarten hatte ich dort unternommen.
Heute lag mir gar nicht der Sinn danach und ich sattelte, nach einer sehr kurzen Trinkpause wieder auf und fuhr los.

Einer der Wegweiser wies nach Münster. Auch nett. Also nach Münster. Mir
war es eigentlich egal. Nur nach Leer wollte ich nun doch nicht folgen.
Kaum auf der Landstrasse, fing es an zu schütten als müsste ich
unbedingt von dem Weg angehalten werden. Ich lies mich drauf ein und
folgte den Wegweisern statt nach Münster, nach Rheine.
Von dort aus dann halt nach Hause.

Auf dem Weg sah ich einen Wegweiser zum „Offlumer See“. Sagt mir nichts.
Nie gehört. Scheint aber etwas Grösseres zu sein, also fahre ich dort
hin.
Gesagt getan und ein paar Minuten später stellte ich Tuxie auf dem angrenzenden Parkplatz des „Seecafe Offlum “ ab.

Neben dem Seecafe befindet sich sogar eine Ladestation für eBikes.

Obgleich mir der Po bereits nach den siebzig Kilometern schmerzte,
freute ich mich darauf auf der Terrasse diesen Bericht ins Buch zu vorab
zu entwerfen.
Das Cafe ist wirklich vom Feinsten. Sehr gepflegt. Angenehme Atmosphäre.
Bequeme Stühle … und natürlich ein toller Blick auf den See.
Den Rundwanderweg habe ich ausgelassen, da mir der See doch grösser
vorkam als er tatsächlich ist und ich nicht wieder so einen Gewaltmarsch
einlegen wollte wie am Steinhuder Meer.
Ich blieb also sitzen, genoss die Ruhe und die tolle Luft bei einem Milchkaffee.
Da es weiterhin regnet ist sogut wie nichts los. Die Segler sind alle drin. Keine Badegäste. So gut wie keine Wanderer.
Ein Grüppchen von sechs älteren Herrschaften kammen während meines
Aufenthaltes denn doch an und freuten sich ebenso auf einen Kaffee/Tee.
Natürlich durfte ein Stück Kuchen nicht fehlen.
Ich verzichtete mit Blick auf meinen Bauch.

Eine Frau mit einem grossen altdeutschen Schäferhund kam des Weges und strahlte mich an als wenn es kein Morgen gäbe.
Mir war nicht ganz klar ob sie ihrem Wuffi (der wohl gerade erwachsen
war) das Laufen an der Leine beibringen wollte, oder ob sie wegen mir
mehrfach vorbei lief.
Ich bin mal so dreist und behaupte das sie wegen mir Hin und Her spalierte und mich dabei weiterhin anstrahlte.
Zu mehr als zu einem „Moin“ war mir aber nicht zumute, obgleich ich
zugeben muss das sie wirklich hübsch war. Aber schon wieder ne Partnerin
an meiner Seite? Achne.
Mit einem letzten freundlichen Lächeln gab sie dann auf und bog um die
Ecke … und ich genoss wieder den ungestörten Ausblick auf den See.

Wie das so ist … alles Gute geht vorbei … und auch mein Milchkaffee leerte sich recht zügig.
Ein letzter Gang in das sehr saubere, wohlriechende und helle WC des
Seecafe. Den Kaffee wieder ins System zurück gebracht und schon sass ich
wieder in voller Montur auf Tuxie.

Der Rückweg ging dann nicht ganz so zügig … mein Sprit neigte sich dem Ende und sie wurde immer störrischer. Seltsam.
Das Anfahren wurde immer langsamer. Die Endgeschwindigkeit erreichte gerade mal die 50KM/h.
Natürlich war der Motor kochendheiss (und auch die Reifen sind warm
genug um den Regen in den Rillen verdampfen zu lassen), aber so ein
Beschleunigungseinbruch machte mich doch nervös.
Ich fuhr nach Navi gen Heimat und dachte schon das ich in Lengerich
(16KM vor Zuhause) liegen bleibe. Tuxie zuckte und muckte und kam nicht
in Quark.
Obwohl meine Tanknadel bereits im roten Bereich ist, kann ich nicht
nachtanken da ich auf der ganzen Rückfahrt bisher keine Tanke am
Wegesrand hatte. Toller Fisch.
Erst im Nachbarort (3KM vor Zuhause) konnte ich Tuxie dann neu bespritten.
3,8 Liter auf 160 KM = 2,37 Liter / 100 KM der Verbrauch ist also wieder
Bestens. Ich hatte nach dem Einbau des Gaszuges durch die Werkstatt
zuletzt bis zu 3,76 L/100 verbraucht. Da merkte man aber auch das der
Vergaser total verstellt war.

Sooo … das wars mal wieder. Es gibt viel zu tun … trinken wir erst einmal einen Tee.

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Praktischer kleiner Hocker mit Staumöglichkeit

Moin,

ich habe nun mittlerweile zwei dieser praktischen Hocker in meiner Wohnung stehen, gefüllt mit Stoffe und NäMa-Zubehör.
Der Einfachheithalber habe ich die Anleitung fotografiert (was rechtlich in Ordnung ist)

Den Hocker könnt ihr seit ein paar Wochen im Praktiker für knapp 10 Euro erwerben. Die haben das Teil auch in anderen Farben.

Und … NEIN ich arbeite da nicht (ich bin nämlich Rentner), finde dieses Teil aber super praktisch und günstig.

Liebe Grüsse,
der Micha

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Tasche aus alter Jeans – Variante 001

Früher mal … also ganz früher … damals halt, da haben mich die Taschen der Mädchen fasziniert die ihre Jeans zur Schultasche machten und sie entsprechend mit Edding und/oder Nippes verzierten.
Die 68er waren es nicht, aber nah dran smile

Heutzutage … nachdem ich mit beinahe 50 auf die Idee kam das mich das nähen zurück zur Kunst bringen könnte, wird es Zeit eine ebensolche Tasche herzustellen.
Natürlich ganz bewusst ohne Schnittmuster, allerdings mit Hilfe meiner NäMa. Eine eigene NäMa wäre in meiner Jugend kein Gedanke gewesen (viel zu teuer).
Letztenendes habe ich für die Tasche noch keinerlei wirkliche Verwendung, nutze aber die Gelegenheit mich weiter mit meinem „Paulchen“ vertraut zu machen und besonders dabei die Grenzen meiner Maschine kennen zu lernen.

Nachdem ich die Beine der Jeans abschnitt und die Naht übereinander legte, kam mir der Gedanke das ich gerne einen breiteren Boden hätte.
Somit nähte ich ein Rechteck über eine Längs- und beide Seitennähte von links an.

Als Nächstes kümmerte ich mich um den Innenstoff, welchen ich aus meinem letzten Restekauf abnahm.
Die Stoffart … hmmm … sehr dicht gewebt … gut geeignet für Bezüge, Übergardinen etc.. Fragt mich aber nicht was es nun für ein Stoff ist … ich weiss es nicht und habe es nicht notiert. Jedenfalls ist er recht flutschig.
Dieses „Flutschige“ in Verbindung mit einer Jeansoberkante ergab dann ein paar Ansätze und ein paar Mal auftrennen bis der Stoff als Innenfutter dienen konnte.

Das Hauptproblem dabei war die Obernaht der Jeans. Die beiden Lagen Jeans schafft meine Maschine zwar problemlos … auch die darauf liegende Schicht des Innenstoff ist für Motor und Nadel noch kein Problem.
Dennoch kam ich nicht weit, da ich die Schlaufen für den Gürtel nicht ohne weiteres über den Transporteur und unter den Nähfuss bekam.
Die Schlaufe hing an Abdeckung fest und der vorhandene Höhenunterschied war dann doch zuviel für Motor, Nadel und Garn. Sie nähte zwar durch, aber der Faden verwurschtelte sich dermassen das sie sich fest frass. Also erst einmal Stopp, das Fadenwirrwarr entfernen, alles wieder auftrennen und auf ein Neues.
Nach zwei weiteren Versuchen gab ich es dann dran und vernähte A) den Innenstoff unterhalb der Saumkante(?) des Oberstoffes und B) trennte ich vorher die Schlaufen auf, sodass ich „nur“ noch die Jeans mit Innenstoff unter dem Nähfuss hatte.
Dachte ich zumindest … bis mir auffiel das ich die Taschen vergessen hatte, durch deren Jeansnähte sie ja ebenfalls nähen musste.
Nachdem es mir klar war, nähte ich dann sehr zügig den Innenstoff fest, damit sie nicht stehen blieb.
Teilweise hatte ich also zu Beginn:
2 Lagen Jeans der Oberkante
1 Lage Innenstoff
4 Lagen der Schlaufe (da die Oberkante der Schlaufe zur Verstärkung umgelegt vernäht war)
sowie 1 Lederschild mit dem Jeansnamen
und / oder
2 Lagen Jeansnaht der Aussentaschen.
Es lagen also bis zu 9 Lagen Stoff unter dem Fuss … kein Wunder das sie dann streikt … aber ein Wunder das mein Paulchen das alles so klanglos hinnimmt und nach seiner Säuberung der Fadenreste wieder ans Werk geht als wäre nichts gewesen.
Ich nähe übrigens mit der original 70er Universalnadel.

Nun kämpfe ich seit Tagen damit ob und wie ich die Seiten verstärke. Nähe ich diese ab oder lasse ich es so „fallen“? Da der Boden ja rechteckig genäht wurde, ergibt sich die Form beinahe von selbst. Wenn ich nun an alle vier Seiten einen Henkel anbringe, wird die Form erneut unterstrichen … aber ein stabiles Rechteck wird es nicht sein.
Ich dachte auch schon daran das ich die Seitennähte von oben nach unten abnähe, oder Vlies in die Seite bringe, oder einen Einsatz fertige (2 Seitenteile und ein Bodeneinsatz) den ich dann mittels Klett „befestigen könnte (falls die Tasche mal gewaschen werden soll).

Somit habe ich nun die Stoffe bereits etliche Male abgesteckt und wieder von den Nadeln befreit.
Ein Versuch die Seitennähte abzunähen ging schief da ich dann wieder über die Aussentaschen nähen muss und ich zuviel Jeanslagen unter den Fuss bekomme.

Ich denke also weiter darüber nach wie ich nun weiter mache.
Es sollen übrigens auch noch Innentaschen angebracht werden, somit muss ich mir noch sehr sorgfältig überlegen wann ich was wo ab-/vernähe.

Ja … ich stehe mir wieder selbst im Weg … aber so bin ich halt.

Liebe Grüsse sendet euch,
der Micha

02. Juni 2012

Nach langer Abstinenz hatte ich mir gestern einen reinen Handarbeitstag vorgenommen.
Vorgestern kamen meine bestellten 5 Meter Vlies (S320) und bügelte es auf Boden und Seitenteile.

Nachdem das Vlies fest sass, nähte ich die Seiten ab. Was sich aufgrund der vielen Lagen Jeans nicht nur schwierig gestaltete,

sondern mich 3 Nadeln kostete.

Das die Maschine diese Schläge verkraftet wunderte mich schon, da ich bei der zweiten Nadel beinahe mit Vollgas nähte und die Nadel brutal auf die Stichplatte einschlug. Aber alles gut

Danach war ich so gefrustet das ich den Rest manuell übers Handrad annähte.
Nun bin wieder ein Stück weiter … aber noch weit entfernt von der Fertigstellung.

09. Juni 2012

Und wieder einmal ging eine Woche ins Land.
Dafür war ich dann vom achten auf den neunten fleissig und habe erfolgreich eine Menge schiefer Nähte produzieren können.

Dieses wird die Innentasche für meinen ebook-Reader. Für das Innenfutter habe ich zum Displayschutz einen Chiffon gewählt.
(Die umgeschlagene Ecke dient nur zum zeigen des Futterstoffs)

So schaut das dann vernäht bei mir aus.
Dummerweise hatte ich den Innenstoff der Tasche bereits geschlossen. Ich nähte die Innentasche in einer Falz an. Gar nicht schön.

Am heutigen Ende kam dann noch der Kampf mit Träger und Verschlüsse. Für das erste Mal klappte es relativ gut. Fest ist es auf jeden Fall. Alle meine Nähte sind mehrfach vernäht.

Nein, das ist immer noch nicht das Endergebnis, aber schon nah dran.
Die Schabrackeinlage in den Seiten und am Boden ist jedenfalls viel zu weich für meine Vorstellung … aber auch so etwas muss man ja erst einmal verarbeitet haben bevor man weiss was man haben muss/möchte.

Erstaunlich was ich bei diesem, doch eigentlich simplen Projekt, aus der Vielzahl meiner Fehler bereits lernen konnte.
Spass macht es jedenfalls immer noch.

Nachtrag:

Die beiden Gurtbänder für das Tragen über die Schulter finde ich zwar gut (wenn auch zu schmal) aber es lastet doch sehr auf den Schultern. Somit habe ich dann aus einem Teil des Hosenbeines, einen Durchlauf hergestellt, der in der Mitte zusätzlich abgesteppt ist. Die Tasche trägt sich nun schon mal sehr gut auf der Schulter … und Dank des verstellbaren Bandes in den Klickverschlüssen kann ich sie auch in der Hand tragen.

Aber wie gesagt … ich bin noch nicht fertig damit.

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Offener Nähtreff für Raum Osnabrück im Mai

Am letzten Donnerstag war es wieder so weit. Das letzte Treffen liegt bereits einen Monat zurück und ich war in der Zeit so gar nicht kreativ.
Kreativität ist seit längerem ein Thema bei mir. Nicht die übermässig vorhandene, sondern vielmehr die abhanden gekommene.
Das ist auch der Grund warum ich beim Nähtreff so intensiv zuschaue und ganz unbedarft meine Anfängerfragen stelle.
Letztenendes erhoffe ich mir die Rückkehr meiner Kreativität durch eure Projekte.

Das man sich beim Nähtreff „gegenüber“ sitzt und sich real zeigen lassen kann wie man es besser machen kann, ist etwas was man innerhalb eines Forums nur bedingt umsetzen kann

Zurück zum Treffen, welchem ich beinahe ferngeblieben wäre, da ich nicht so wirklich Lust & Laune hatte.
Ich hätte etwas verspasst, denn es wurde eine sehr gemütliche Runde.

Stefanie erschien mit ihrer NäMa und brachte auch eine Freundin mit (Diane? … ich kann mir Namen einfach nicht merken), welche ebenfalls bewaffnet mit ihrer NäMa erschien. Ausserdem hatten sie noch ein Bügeleisen dabei, damit die Tasche ordentlich werden kann, an welche „Diane“ sich übte.
Stefanie hatte ausserdem ihren Rollenschneider und ihre Schneidunterlage dabei, welche nicht nur eine sehr gute Einteilung hatte, sondern zudem auch eine drehbare Schnittfläche hat, so das man den Stoff nicht drehen muss. Ich habe es als sehr praktisches Zubehör bereits auf meine „Will-ich-auch-haben“-Liste smile

Stefanie war dann allerdings auch Jenige die meckerte das ich schon wieder ohne Maschine zum Treff kam. Wo sie Recht hat sie Recht.
Ausserdem … und das ist ein ganz besonderes Thema, scheint man wohl ein Problem damit zu haben, Männern zu glauben das diese nähen (Obwohl niemand auf die Idee käme dem „Änderungsschneider um die Ecke“ oder dem „Herrenausstatter“ das Schneiderhandwerk abzusprechen und/oder ihm gleich Homosexualität zu unterstellen).
Beim Nähtreff und in einem Privatdialog wurde bereits unterschwellig angedeutet das es genauso gut sein kann, das ich nur zum Nähtreff erscheine um mir ein „Weibchen“ zu besorgen, darum mache ich das nun Hier und Jetzt EINMAL klar:
Meine Kreativität ist mir leider abhanden gekommen. Das Schneidern/Nähen ist für mich ein kreativer Prozess der mir die Kreativität wieder zurückbringen kann.
Das ich mich beim Treffen mit netten Menschen unterhalten kann ist ein schöner Nebeneffekt.
Allerdings interessiert es mich nicht im Geringsten ob mein Gegenüber nun eine Mumu oder einen Pipimann hat. Mich interessiert vorangig ein geselliges Beisammensein und wie man mit Nadel und Faden vernüftig umgeht (ohne sich und die Maschine zu schrotten).
Also … bleibt entspannt. Das gilt ebenso für die Anwesenden als auch für deren PartnerInnen.

Da ihre Bekannte („Diane“) bereits verwundert zur Kenntnis nahm das ich angab als Anfänger auch zu nähen, holte ich die Maschine.
Damit es schneller ging, bot mir Irinas Mann an mit mir eben rüber zu fahren (ich wohne nur ein paar Strassen weiter). Nach kurzem Zögern nahm ich das Angebot an und packte auf die Schnelle Maschine, Zubehör, Bücher und eine „Charlotte“ (Tasche) ein, bei der mir die Reissverschlussnaht aufging, da ich die Kante nicht versäubert hatte. Ich sag ja das ich Anfänger bin. (Man kann soooo viel falsch machen … und sich so sehr selbst im Wege stehen wenn man „um-die-Ecke-denkt“.
Als wir zurück kamen hatte unsere Runde Zuwachs bekommen. „Anja?“ Sie war jedenfalls schon einmal dabei und musste beim vorletzten Male wegen ihrem Kind frühzeitig zurück. Sehr schade.
An diesem Treffen blieb gottseidank alles ruhig und sie konnte den Abend hoffentlich geniessen. Viel unterhalten hatte ich mich mit ihr nicht, weil ich am weitesten davon ab sass und „Diana?“ beim bügeln und nähen ihrer Tasche „verfolgte“. Schliesslich konnte ich von den Tipps die sie von Stefanie erhielt reichlich dazu lernen.

Soweit ich das erkennen konnte, hat mein „Paulchen“ (meine Maschine) dann dem harten Urteil der Anwesenden standgehalten.
Stefanie schaute sie sich genauer an und fand wohl auch das es die 140 Euro wert ist. Der Name W6 ist wohl unglücklich gewählt. „Janome“ „Bernina“ geben dem Ganzen einen Klang, während W6 sich mehr nach einer Formel denn nach einer guten NäMa anhört.

Während des Abends vernähte ich dann den Reissverschluss an „Charlotte“.
Das heisst … ich wollte vernähen.
Füsschen hoch … das Tässchen bereit gelegt … auf den Anlasser gedrückt … und … „KLONG“. Autsch. Was war das denn?
Bin ich auf dem Reissverschluss? Hmmm. Nein. Seltsam. Fuss hoch. Tasche raus. Faden abschneiden.
Per Hand einen Stich in der Luft machen. Alles dreht und bewegt sich ordnungsgemäss. *grübel
Neuer Versuch.
Tasche drunter und ausrichten … Fuss runter … Anlasser treten … „KLONG“. (Merde)
Alles angeschaut. Tasche liegt okay. Faden ist da. Nadel ist da. Nichts sieht quer/schräg/defekt aus. Warum gehts nicht?
Fuss hoch. Tasche raus. Faden abgeschnitten. Alles angeschaut.
Die Stichplatte ist okay. Beim drehen am Handrad passiert nichts. Wo also ist das Problem?
Tasche wieder drunter … Fuss wieder runter … mal per Hand versuchen … Nadel geht tiefer … tiefer … trifft auf den Stoff … und geht nicht weiter.
Wie jetzt? Warum sticht sie nicht durch?
Also Fuss hoch, Tasche raus und Nadel begutachtet. Aua … kein Wunder das es nicht weiter geht.

(Die Nadel habe ich fürs Foto an die Stichplatte geklemmt. Die Krümmung ist am Nadelende und wie man sieht fehlt die Spitze.)

Wahrscheinlich habe ich sie mir beim Transport krumm gedrückt. Vielleicht geschah es auch beim Nähen. Doch warum auch immer. Es ist gut das sie mir nicht entzwei brach und das ich nicht so rabiat mit meiner Maschine umgehe das Stichplatte oder „Gestänge?“ etwas abbekommen haben.
Nachdem ich die Nadel gewechselt habe ging alles wie gewohnt und ich vernähte das Stück am RV neu.
Beim einsetzen der Nadel mussten mir die Damen nochmals behilflich sein, da ich nicht wusste ob die flache Seite nun nach hinten oder vorne eingesetzt werden muss. Stefanie reagierte als erste und gab mir den Tipp das die Nadel sowieso nur in eine Richtung hineinpasst.
Ausprobiert und für gut & richtig befunden, hatte ich wieder einmal etwas dazu gelernt.

Das Treffen, geplant von 19 bis 22 Uhr, dehnte sich heute einmal aus.
Gegen 22 Uhr wurde noch niemand nervös genug um nach Hause zu wollen, so gingen erst gegen 23 Uhr die Lichter aus.

Und damit endet auch mein kurzer Bericht smile
Viel Spass bei euren Nähprojekten wünschend,
der Micha

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Handytasche – erster Versuch

Einfach mal so „Pi mal Auge“ musste ich die Tage etwas an der NäMa machen.
Ich kämpfe schon seit Wochen mit einer Tasche aus einer Jeanshose … und es will nicht so wie ich es will.
Aus diesem Grunde musste ich was fertig stellen und schneiderte mir eine Handytasche zusammen.

Leider hat sie sichtbare Fehler abbekommen.
Zum einen den offensichtlich mit fest genähten Oberstoff am Klett-Verschluss und zum anderen sollte sie unten jeweils eine Rundung erhalten. Ich habe ihr auch einen Winkel im Stoff verpasst, aber scheinbar nicht bei der Naht.
Auf links habe ich beidseitig eine Rundung, auf rechts erscheint dann aber eine Kante.

Naja … es wird trotzdem für mich weiter verwendet.

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