Am neunundzwanzigsten geht es los

Joah. Mit viel HickHack bei der Fahrschule habe ich dann heute selber Björn angerufen. Björn ist mein Fahrlehrer und war auch der Dozent für den fahrzeugspezifischen Unterricht.
Kein Haudegen, sondern recht entspannt und auch lustig. Ein Familienmensch.
So ein ruhiger Geselle passt zu mir und ich bin mir sicher das es mich gut anleiten wird.

Allerdings beginnen wir nicht am 29ten Mai, sondern am 29ten Juli. Ich wollte eigentlich erst im September beginnen, bin dann aber auf August zurück gerudert, weil man sich ja nicht aufs Wetter verlassen kann und ich möglichst keine langen Leerräume beim fahren haben will damit ich mich an die Maschine gewöhnen kann.
Naja … und das Geld wächst ja leider auch nicht auf der Terrasse (obwohl da sonst scheinbar alles wächst). 8O

600 Teuros nur für die Pflichtstunden sind angesagt. Und mehr will ich eigentlich nicht machen.
Das entscheidet aber Björn mit mir. Danach dann nochmal 190€ für die praktische Prüfung.
Falle ich durch, kostet es erneut 190€ und so weiter.
Ich hoffe natürlich darauf das ich durchkomme. Meine praktischen Prüfungen habe ich immer beim ersten Mal (mit Gemecker seitens des Prüfers) abgelegt.
Ist ne Menge Geld was da noch auf mich zu kommt.

Der neue Helm muss weiterhin warten. Nun muss ich erst einmal die ersten Hunderter zur Seite legen (können). Aber irgendwie wird das schon werden.

Tjo, und sonst gibt es eigentlich nur zu berichten das mich die verfluchte Depri immer noch im Griff hat. Meine Tabs wurden schon über das Maximum für 4 Wochen im Wirkstoff erhöht, aber bis jetzt gibt es kaum Besserung.
Am dreissigsten diesen Monats habe ich dann einen Zwischentermin beim Doc. Mal schauen was er dazu meint. :? (eigentlich wäre ich dann in Ligurien/Italien, aber mit meiner Depri macht ein Urlaub soviel Sinn wie Fusspilz, also habe ich den gecancelt).

Und … ich bin nun seit einem Jahr Dampfer bzw. genauer, seit einem Jahr Kippenfrei (ein paar wenige Ausnahmen aussen vor gelassen).
Das dampfen macht mir immer noch Laune ohne Ende, wie ihr ja auch bemerkt habt bei meinen Berichten über neu angeschaffte Hardware.
Der letzte Kauf, der Smok TFV12 hat den TFV8 einwandfrei abgelöst … und statt die RBA desselben zu wickeln, dampfe ich immer noch die 12er Fertigcoil. Ein Wahnsinnsteil.
Nen anderen Akkuträger bräuchte ich mal … und stärkere Akkus … aber der Hunderter muss erstmal gespart werden.

Und damit wünsche ich euch ein feines Wochenende, bis bald
der Micha

Grundinformationen zu Ampere, Ohm, Volt, Watt

ohms-law-illustrated

Ampere, Ohm, Volt und Watt.

Diese vier Begriffe bereiten sowohl Anfänger als auch Alteingesessenen Dampfern immer wieder Schwierigkeiten.

Keine Angst, man muss weder Studium, noch Ausbildung im Bereich der Elektrotechnik absolviert haben. Die Unterscheidung ist wirklich nicht allzu schwer, wenn man es anschaulich und einfach erklärt bekommt.

Gottseidank gibt es ja dafür Dampfen für Anfänger

Da Eigenlob ja bekanntlich stinkt, wollen wir uns auch gar nicht länger damit aufhalten und uns lieber den drei Männchen links am Rand widmen.

Du fragst dich sicherlich längst wo denn das Vierte geblieben ist.


Zunächst wollen wir die Begriffe Ampere, Ohm, Volt und Watt näher definieren:

Ampere

Ampere bezeichnet die Anzahl an Elektronen, welche in einer gewissen Zeit durch einen Leiter (hier werden verschiedene Arten von Energie oder Teilchen zwischen unterschiedlichen Orten transportieren) hindurch wollen.

Ampere ist deshalb die Einheit für die Stromstärke.

Ohm

Im Bild oben schnürt das Ohm Männchen dem Ampere Männchen den Leiter sehr eng. Das Ampere Männchen wird regelrecht ausgebremst. Man könnte sagen es stößt auf „Widerstand“.

Ohm ist deshalb die Einheit für den Widerstand.

Volt

Das Volt Männchen tritt dem Ampere Männchen im Bild oben in den Allerwertesten. Es übt also Druck bzw. „Spannung“ aus, wodurch das Ampere Männchen angetrieben wird. (Der Ein oder Andere denkt an der Stelle wohl an seine Liebste zu Hause )

Volt ist deshalb die Einheit für die Spannung.

Watt

Leider befindet sich in unserer Skizze oben kein Watt Männchen, was aber nicht weiter schlimm ist.

Watt bezeichnet die gesamte Arbeit, also die Leistung, die im Stromkreis verrichtet wird. Bei uns Dampfern äußert sich dies anhand der Hitze der Heizwendel im Verdampfer.


So und jetzt noch einmal von Vorne:

Damit Liquid verdampft werden kann, muss sich die Heizwendel (im Bild oben als Schlauch dargestellt) unseres Verdampfers erhitzen. Die Hitze wird durch Reibung im Leiter verursacht und kann mit den drei Kerngrößen Ampere, Ohm und Volt beeinflusst werden.

Dies geschieht folgendermaßen:

Elektronen fließen durch die Heizwendel. Ampere bezeichnet dabei den Stromfluss und gibt an wie viele Elektronen durch die Heizwendel durchpassen. Die Spannung Volt regelt mit welcher Kraft die Elektronen fließen. Der Widerstand Ohm fungiert hierbei als eine Art „Bremse“ und gibt den Durchmesser des oben dargestellten Schlauches an.
Mit Hilfe von Watt kann dann ermittelt werden wie viel Hitze erzeugt wurde.


Kurz und Knapp:

Stromstärke (I) wird in Ampere (A) angegeben.
Widerstand (R) wird in Ohm (Ω) angegeben.
Spannung (U) wird in Volt (V) angegeben.
Leistung (P) wird in Watt (W) angegeben.


Da die Größen Ampere, Ohm, Volt und Watt in einem sehr engen Verhältnis zu einander stehen ergeben sich folgende Gesetze und Formeln dazu:

Das Ohmsche Gesetz (URI):

U = R · I   ->   Spannung = Widerstand · Stromstärke

R = U / I   ->   Widerstand = Spannung / Stromstärke

I = U / R   ->   Stromstärke = Spannung / Widerstand

Das Leistungsgesetz (PUI):

P = U · I   ->   Leistung = Spannung · Stromstärke

U = P / I   ->   Spannung = Leistung / Stromstärke

I = P / U   ->   Stromstärke = Leistung / Spannung


Um Dir nun zu verdeutlichen in wie fern wir Dampfer diese Gesetze und Formeln im Alltag benötigen und auch anwenden, habe ich dir wie folgt ein Rechenbeispiel für einen nicht regelbaren Akku, ein weiteres Rechenbeispiel für regelbare Akkus im Bereich VV (regelbare Volt Einstellung) und außerdem noch ein Bildbeispiel für einen regelbaren Akku im Bereich VW (regelbare Watt Einstellung) aufgelistet:

Rechenbeispiel für einen nicht regelbaren Akku:

ego-akku-1100-mah
eGo-T Akku
ego-t-verdampfer
eGo-T Verdampfer

Wie Du hier bereits sehr gut erkennen kannst verwende ich in meinem Rechenbeispiel einen handelsüblichen eGo-T Akku (nicht regelbar) und den dazu passenden Verdampfer.

Nun gehen wir davon aus, dass der eGo-T Akku eine Ausgangsspannung von 3,3 Volt inne hat.

Im ersten Szenario unserer Berechnung gehen wir außerdem davon aus, dass der eGo-T Verdampfer einen Widerstand von 1,8 Ohm besitzt.

Mit diesen beiden gegebenen Bezugsgrößen können wir nun, wie oben bereits angedeutet, mit dem Ohmschen Gesetz (URI) die Stromstärke (= Spannung / Widerstand) berechnen. Diese würde nach unserem ersten Szenario also in etwa 1,8 Ampere betragen.

Nach dem Leistungsgesetz (PUI) können wir nun auch die Leistung unseres Verdampfers berechnen. Die Leistung (= Spannung · Stromstärke) würde sich also dann auf  5,94 Watt (mit ungerundeten Werten gerechnet) belaufen. Dies ist natürlich nach heutigen Standards in der Dampferszene gänzlich wenig.

Doch was können wir tun, um mehr Leistung bzw. mehr „Hitze“ und letztlich auch mehr Dampf zu erzeugen?

Da wir die Ausgangsspannung von 3,3 Volt nicht verändern können, ist bei nicht regelbaren Akkus die einzige Möglichkeit um mehr Leistung zu erzielen, den Widerstand kleiner zu machen.

Im zweiten Szenario schrauben wir also auf unseren eGo-T Akku mit Ausgangsspannung 3,3 Volt einen Verdampfer mit 1,5 Ohm Widerstand auf. Die Stromstärke beträgt nun 2,2 Ampere. Darüber hinaus ist die Leistung mit 7,26 Watt auch deutlich höher wie im ersten Szenario und somit erzeugen wir auch einiges mehr an Dampf.
(Merke: mehr Leistung = mehr Dampf)


Rechenbeispiel für einen regelbaren Akku durch VV (regelbare Volt Einstellung):

vision-spinner-1100-mah-(twist)
Vision Spinner Twist Akku
kangertech-protank-2
KangerTech Protank 3

Auch für dieses Rechenbeispiel habe ich wieder eine hervorragende Kombination ausgewählt. Für den Akku habe ich den Vision Spinner Twist Akku ausgewählt. Dazu passt der Protank 3 Verdampfer von KangerTech mit 1,8 Ohm sehr gut.

Der größte Unterschied zum obigen Rechenbeispiel ist, dass wir hier nun mit dem Akku die Spannung variabel verändern können. Beim Vision Spinner liegt der regelbare Bereich zwischen 3,3 und 4,8 Volt und geschieht durch ein kleines Rädchen auf der Unterseite des Akkus, welches nach belieben gedreht werden kann.

Bei der Einstellung der auf 3,3 Volt haben wir wie oben 1,8 Ampere Stromstärke und 5,94 Watt Leistung.

Nun erhöhen wir die Spannung auf 4,7 Volt (Vorsicht, bei zu hoher Spannung kann es passieren, dass der Verdampfer anfängt zu kokeln). Daraus ergibt sich eine Stromstärke von ca. 2,6 Ampere und eine Leistung von 12,22 Watt.

Wir haben also deutlich mehr Leistung als in den obigen zwei Szenarien, bei denen wir die Verdampfer austauschen mussten um mehr Watt zu erzeugen. Das klappt mit einem regelbaren Akku, wie dem Vision Spinner Twist Akku schon deutlich besser.


Bildbeispiel für einen regelbaren Akku durch VW (regelbare Watt Einstellung):

sc-istick-e-zigaretten-set_silber_weiss
SC I Stick Set

Als Bildbeispiel für einen regelbaren Akkuträger im VW Bereich habe ich dir hier den I Stick im Set von Silver Concept dargestellt. Der I Stick ist derzeit wohl einer der bekanntesten und meistverkauften Dampfer Geräte.

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema. Was genau macht VW (Variable Watt) Dampfen so besonders?

Wie der Name schon verrät, ist es beim Watt Dampfen möglich die Leistung des Verdampfers, bis zu einem bestimmten Grad, beliebig einzustellen.

Du kennst ja bereits den Begriff VV (Variable Volt) Dampfen. Bei diesen Geräten kannst du, wie bereits oben erwähnt, die Spannung regeln und an den Widerstand des Verdampfers anpassen.

Variable Watt macht grundsätzlich das Gleiche, aber es ist ein bisschen automatisierter. Wie du weißt ist Watt die elektrische Leistung, die am Verdampfer ankommt.

Als Beispiel dafür kannst du dir eine Glühbirne vorstellen. Sicherlich ist dir bekannt, dass eine 100 Watt Glühbirne viel heller leuchtet als eine 60 Watt Birne. Die 100 Watt Birne bringt also mehr Leistung, ist deshalb heller aber hat auch mehr an Verbrauch.

Beim Dampfen läuft dies nach dem Gleichen Schema ab. Du kannst hier also die Wattzahl regeln und somit bestimmen wie viel Leistung letzten Endes bei Deinem Verdampfer ankommen soll. Nun das hat den großen Vorteil da Du theoretisch den Verdampfer Widerstand nicht mehr berücksichtigen musst.

Also die Theorie von variable Watt ist, wir stellen uns einen beliebigen Watt Wert ein. Zum Beispiel 7 Watt. Nun kannst du auf deinen Akku jeden Verdampfer aufschrauben, welchen Du auch immer willst. Du wirst immer die gleiche Leistung haben, das heißt immer die gleiche Dampfmenge und gleichwertigen Flash, egal ob der Verdampfer einen Widerstand von 1,5 Ohm oder von 3 Ohm hat.

Die Theorie geht ferner davon aus, dass nur die Stromstärke die Leistung eines Verdampfers beeinflusst, was natürlich nicht korrekt ist. Die Leistung eines Verdampfers wird durchaus auch von Faktoren wie Liquidfluss, Luftfluss, aber auch vom allgemeinen Aufbau des Gerätes beeinflusst.

Aber im Großen und Ganzen stimmt es. VW bringt immer die Gleiche Leistung an den Verdampfer, egal welcher Verdampfer aufgeschraubt ist.

Das tolle daran ist, dass diese immer gleich bleibende Leistung vom Anfang bis zum Ende des Akkus anhält. Der Akku wird nicht schwächer, mit zunehmender Entladung.


Achtung an alle Selbstwickler bei der Widerstandsberechnung:

Bei Parallelschaltung berechnest Du die Widerstände wie folgt:

wenn alle Wicklungen den selben Widerstand haben:

Gesamtwiderstand = Widerstand einer Wicklung / Anzahl der Wicklungen

wenn sich die Wicklungen unterscheiden:

1 / Gesamtwiderstand = 1 / (Widerstand von Wicklung 1)  +  1 / (Widerstand von Wicklung 2)  + … 

Quelle: Dokument in Facebook Gruppe: Dampfen für Anfänger (erstellt von Michael Meißner)

Lieferung RBA-Trible für meinen TFV12

Ich gebe ja zu das ich seit dem Jahr dem HWV verfallen bin, aber was soll ich machen? Ein Laster sollte man sich einfach gönnen.
Die Welt dreht mit Putin, Erdogan, Trump und Kim Jong Un sowieso schon vollständig am Rad, da brauche ich was um diesen Wahnsinn auszublenden.

Ausblenden kann das Biest bestens, denn sie produziert so dicke Wolken das man den Rest sowieso nicht mehr sieht.

Heute kam meine Bestellung der Selbstwickeleinheit an.
Eigentlich gibt es die noch gar nicht … aber uneigentlich interessiert gottseidank nicht alle Händler und sie werden damit leben müssen wie sich SMOK diesem Handel gegenüber verhält.
Mir egal. Ich habs bestellt, bezahlt und vor mir. Ich gebs nicht wieder her.

Ich bin sehr gespannt wie sich das Triple dampfen lässt und ob die fertigen Wicklungen mich wieder mal begeistern werden.

Seitdem ich das Paket Fertigwicklungen von intaste habe, habe ich nicht eine Wicklung selber gedreht. Erschreckend das die Industriewicklungen um soviele Längen besser sind.

Einen fröhlichen Tag wünschend,
der Micha

Mehr Dampf für die Dampfe

Ich liebe meinen SMOK TFV12.
Das Ding saugt zwar mein Liquid schneller ein als ich neues ansetzen kann, aber genauso wie der TFV8 macht es mir riesen Laune diesen zu dampfen.

Es schmeckt mir saugut und produziert reichlich Dampf wenn ich möchte.
Ausserdem passt es sehr gut auf den WISMEC RX200 (der mittels Update 250W leisten könnte). Allerdings saugt es nicht nur mein Liquid weg, sondern auch den Saft aus den Akkus.
Aber man „leidet“ ja gerne.

Doch um viel Dampf und keine Sifferei zu bekommen, möchte sowohl der TFV8 wie auch mein Neuerwerb viel Glycerin und weniger (oder auch gar kein) Glykol.
Mit Glykol bin ich gut ausgerüstet, aber mein Glycerin neigt sich dem Ende, was ich die Tage per Onlinebestellung bei OWL – Dampfer erledigt habe.
Allerdings tritt in 23 Tagen die TPD2 in Kraft und mir wird es zu heikel wieder einmal „nur“ 1 Liter zu ordern, also bin ich das Risiko eingegangen und habe mir einen 10 Liter Kanister bestellt.

Risiko insofern als das es ein pflanzliches Produkt ist und es kühl und dunkel gelagert werden sollte.
Mir fehlen nun noch die Braunglasflaschen (die auch schon geordert sind). Dann kann ich es in 500ml Einheiten umfüllen und lasse nicht immer wieder Sauerstoff durch häufiges öffnen an das Glycerin.
Einen Tiefkühler der Glycerin, Glykol und meine Bunkerbase aufnehmen könnte habe ich nicht und werde ich mir auch nicht anschaffen. Ich hoffe einfach darauf das alles die kommenden 6,5 Jahre übersteht und ich frustfreies Dampfvergnügen haben werde.

Neues Liquid ansetzend und einen guten Übergang in den Mai wünschend,
der Micha

Das neue „Biest“ ist da

Seit 2 Wochen schleiche ich um den Nachvolger vom TFV8 „The Beast“ im Netz herum.

Der TFV8 hat mich seit Dezember 2016 als Alltagsdampfer begleitet und mich jeden Tag erneut begeistert.

Nun gibt es als Coiledition den TFV12.
Der Name ist Programm.
Gibt es für den TFV8 eine Coil mit 2*4 Spiralen, so bietet der TFV12 tatsächlich eine Coil mit 12 Wicklungen und entsprechendem Dampferlebnis.
Ein Wahnsinn der bei bis zu 350Watt gedampft werden könnte.
KÖNNTE. Denn diese Megabefeuerung ist nichts für mich. Viel zu heiss.
Für mich undampfbar.

Aber das war beim TFV8 auch schon so.
Diesen dampf(t)e ich bei 60 Watt mit Dualcoil auf der RBA.
Eine RBA-Version kommt beim TFV12 aber erst Ende April. Das hatte ich nicht bei der Bestellung gesehen/verstanden und war ein wenig enttäuscht das ich nun erst einmal die beiliegenden Coils verwenden muss.

Grösser, dicker, gewaltiger … und bringt meinen Wismec RX200 Akkuträger bereits an seine Leistungsgrenzen.
Aber schick ist er und macht mir fürchterlich Laune.

Die 12er ist bereits vormontiert und nachdem ich alles gesäubert und mit Glycerin bestrichen hatte, konnte das Vergnügen beginnen.

Grenzgenial. Extrem viel Dampf und Geschmack.
Tatsächlich eine Steigerung gegenüber dem 8ter.
Allerdings verbrauchen sich nicht nur meine Akkus schneller (ich dampfe ihn bei der doppelten Wattzahl = 120Watt) sondern vorallem auch mein Liquid.
Würde ich nicht selber mischen, wäre das ein teures Vergnügen, denn mittlerweile habe ich einen Verbrauch von ~40ml/Tag.
Müsste ich es in den mittlerweilen „erlaubten“ Mengen von 10 bzw. 20ml kaufen, so wäre das ein Tagesverbrauch von derzeit umgerechneten ~4,50€/10ml und somit sehr viel teurer als rauchen.
Demnächst kommt dann noch wahrscheinlich die neue Steuer hinzu. So kann man die Zigarettenindustrie bestens schützen. Ist ja wichtiger als der Schutz der Bevölkerung.

Nun. Mich kostet der aktuelle Verbrauch ca. 1€ am Tag. Abgesehen von den Kosten, riecht es besser, schmeckt besser, ist weniger schädlich (nicht unschädlich) und macht mir einfach Spaß.
Mein Hobby halt.
Aufhören zu rauchen wollte ich nie. Nun ist es also das dampfen. Eine gute Alternative.

Ich bin schon ganz hibbelig darauf endlich die RBA Anfang Mai kaufen zu können (eine Dual- und eine Dreierselbstwicklereinheit kostet mich wohl je ~9€).
Ein Dreiersatz 12er-Coils kommt zur Zeit ~23€. Viel zu teuer (und langweilig).

Allerdings möchte ich mir nun noch einen neuen Akkuträger für vier Akkus kaufen. Der muss aber noch ein wenig warten.
Meine aktuellen Ausgaben sind durch Handyneukauf, Kühlschrankabzahlung, Urlaubsgeldrücklage und Kauf des neuen Möp derzeit enorm.
Meinen Führerschein muss ich ja auch weiter bedienen.
Nunja. Wird auch wieder ruhiger werden in meinem Geldbeutel.

Dampfende Grüße,
der Micha

Lieferung fürs dampfen eingetroffen und seit gestern wieder mobil

Moin.

Ich bin hundemüde und habe Halsschmerzen weil ich tiefgefroren in der Nacht nach Hause kam.
Aber alles der Reihe nach.

Mein Freund und Dampferkollege hat sich einen reinen E-Roller bestellt.
Das Ding macht gut was her und läuft bei den ollen Chinesen bereits seit 2 Jahren auf deren Strassen.
Mit der Version 2 wurde nun auch der europäische Markt beliefert,  womit auch die ersten Kinderkrankheiten beseitigt wurden.
Ich stelle das Gerät noch genauer vor, wenn ich wieder bei ihm bin.
Dadurch das er nun einen neuen Roller bekommt, überlässt er mir den seinigen für wenig Geld. Er weiß das dieser in gute Hände kommt und ich mich sorgfältig drum kümmere.

Und so kam es denn das ich mich zu ihm bringen liess und die 65KM am Abend auf meinem neuen Schätzchen nach Hause fuhr. Theoretisch.
Praktisch wurde ich dorthin gebracht und wir machten uns erst einmal über unser Dampfzeug her.

Ich bekam meine bestellten Flachdrähte und eine Box mit acht verschiedenen industriell gefertigten Wicklungen. Er bekam seine Tüte mit 10ml Flässchen zum anmischen von neuen Aromen.

Danach wurden dann die Papiere und Schlüssel für das Möp übergeben und ich war wieder glücklich.

Wir gönnten uns einen entspannten Spätnachmittag mit Pizza und Nudeln, bevor ich mich dann um halb acht auf den Weg nach Hause machte.
Das „Möp“ habe ich mit Kilometerstand 12331 übernommen.
Es war wegen jeder Kleinigkeit in der Werkstatt und ist nicht zu Tode geschraubt worden.
Die Keeway Easy 50 ist ein Zweitakter mit Öltank und zieht die Berge mit 55KM/h hoch. Bei ~60KM/h ist allerdings dennoch Schluss. Da greift die CDI, was auch vollkommen okay ist und sich damit bereits in der Illegalität befindet obwohl nichts an dem Möp verändert wurde.

In anderthalb Stunden sollte die Fahrt dann glücklich ausgegangen sein. Theoretisch.
Praktisch muss man dafür die richtige Bahn nehmen und wissen wo man hin will wenn man keinen Navi benutzt.
Letzteren konnte ich leider nicht in dem Möp anbringen, da keine Halterung vorhanden war. Ich hatte zwar die Tage vorher dran gedacht das mir eine Armtasche vielleicht helfen könnte, aber leider kam ich nicht dazu eine zu kaufen.
Ein grosser Fehler den ich da beging, denn die Fahrt endete nicht Abends um neun Uhr, sondern Nachts um halb drei.
Ich habe mich nicht nur total verfahren, sondern fuhr auch noch in die falsche Richtung. Das passiert halt wenn man jahrzehntelang nur noch mit Navi fährt.
„Früher“ wäre mir das nicht passiert. Da wusste ich immer in etwa die grobe Richtung. Wird Zeit mal wieder ohne Navi zu fahren.

12505 KM bedeutet, dass ich für eine Strecke von 60KM, schlappe 174KM verfahren habe.
Ich bin ja so ein Heldenkind. Und das nur weil keine Handyhalterung dran war.
Aber was noch schlimmer ist: Ich hätte mich per Ansage leiten lassen können, denn den Kopfhörer hatte ich in meiner Geldbörse dabei.
Das fiel mir aber erst drei Tage später auf.

Nicht nur das mir nach den Stunden der Po schmerzte, war mir vorallem schweinekalt denn auf eine Nachtfahrt war ich nicht vorbereitet.
Ich fuhr mit meinen einfachen Rollerklamotten. Sprich Mopedjacke, Jeans und natürlich keine zwei Paar Socken. Nur die neuen Handschuhe habe ich schonmal testweise probiert. Gottseidank hielten sie wenigstens etwas warm, obwohl es Sommerhandschuhe sind … und ebenfalls gottseidank hat Petrus mich mit dem Unwetter verschont welches in der Nacht begann als ich bereits zuhause war.
2 Grad über Null UND Regen hätte mich wohl mit Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht.

Das Möp hat jedenfalls sehr gut durchgehalten und als Zweitakter hat sie auch genug Wumms.
Ungetunt fährt sie knappe 60KM/h. Mir ist das genug.

Ein 48Liter Topcase habe ich nun auch wieder, aber die Halterung taugt nichts. Die muss ich verstärken.
Jedenfalls bin ich nun endlich wieder mobil und kann meine Fahrstunden erreichen.

Zuhause war es gottseidank gut durchgeheizt und ein heisser Kaffee brachte meine Lebensgeister wieder zurück, aber ich zitterte noch 2 Stunden später fröhlich vor mich hin.
Die Quittung: Etwas Halsschmerzen und eine leichte Erkältung.
Hätte schlimmer ausgehen können, denn unterwegs bekam ich leichte Panikanfälle als ich mit sich leehrendem Tank ohne Tankstelle in Sicht und einem Smartie mit leerem Akku kilometerlang auf der Landstrasse unterwegs war ohne zu wissen wo ich auskomme, oder ob ich weiterhin ins Nirvana fahre.

Allzeit gute Fahrt wünscht euch,
der Micha